Die Plattform-Software für die Cloud, Teil 3

Nicht nur für Linux: XenServer von Citrix

24.11.2010 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Rainer Graefen

Der XenServer kommt auch mit Windows-Gästen anstandslos zurecht.

Der XenServer wurde ursprünglich durch die Open Source Community entwickelt. Zur Vermarktung der Software gründeten man das Unternehmen XenSource. 2007 dann die Übernahmen durch Citrix. Bessere Managementfunktionen erweitern inzwischen den Benutzerkreis.

Citrix bietet den XenServer in unterschiedlichen Editionen an. Die Free Edition wird kostenlos abgegeben. Sie stellt die Einstiegsversion für einfache Anwendungen oder auch Testumgebungen dar.

XenServer Free umfasst den Hypervisor, die als XenMotion bezeichnete Funktionen für die Live Migration, die Funktionen zum Erstellen von Snapshots, die Verwaltungskonsole des XenCenters und diverse Zusatztools.

Die Free Edition zielt vor allem auf Tester und Entwickler. Im produktiven Betrieb ist sie nur bedingt anwendbar, da viele der erweiterten Funktionen wie etwa ein vereinfachtes Management oder die Hochverfügbarkeit fehlen.

Lizenzpflichten

Die erste lizenzpflichtige Edition ist die Advanced Edition. Sie umfasst die Basisfunktionen der Servervirtualisierung mit den gesamten Verwaltungstools. Für kleinere Anwendungsfälle sollte die Advanced Edition ausreichen.

Gegenüber der Free Edition weist die Advanced Edition Funktionen zur Hochverfügbarkeit, einem besseren Speichermanagement und den Vorkehrungen für das Fehlerhandling (Alerting und Reporting) auf.

Noch mehr Funktionen bietet die Version XenServer Enterprise. Sie beinhaltet all die Möglichkeiten der Advanced Edition, erweitert diese aber um Funktionen zum Clustering, der Lasterverteilung durch das Workload Balancing, den Ressource Pools, einer rollenbasierten Verwaltung, Citrix Storage Links zur Anbindung von Speichersystemen, Live Memory Snapshots und einem Power Management.

Ein Maximum an Funktionsumfang bietet die Platinum Edition. Sie ergänzt die Enterprise Version um Funktionen zum Lifecycle Management, dem Site Recovery und Provisionierungshilfen.

Der technische Unterbau des XenServer

Die Virtualisierungsplattform liegt mittlerweile in der Version 5.6 vor. Citrix hat der neuen Version eine ganze Reihe an Verbesserungen beigepackt. Die wichtigsten davon sind im Folgenden kurz zusammengefasst.

Der XenServer 5.6 unterstützt 64 logische Prozessoren, 256 GB RAM und 16 Netzwerkkarten pro Host. Die Funktion des Dynamic Memory Control erlaubt es, den Speicher des XenServer dynamisch an die virtuellen Maschinen zuzuweisen.

Dies ist auch ohne einen Reboot der virtuellen Gäste möglich. Mittels der Enhanced VM Snapshots lässt sich der Zustand einer virtuellen Maschine sichern. Wenn gewünscht, kann der Anwender sehr einfach und schnell den früheren Zustand einer virtuellen Maschine wieder herstellen.

Die verbesserten Snapshot-Funktionen umfassen nun auch den Zustand der Disk und des Arbeitsspeicher (memory state). Neu ist ferner die Funktion des Automated VM Optimization und Power Managements.

weiter mit: Flex und Extended Migration inklusive

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