User Experience Virtualization synchronisiert Benutzerprofile in Windows 7/8

Neue Microsoft-Technik für Server-gespeicherte Profile

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Ulrike Ostler

Damit Profile markant bleiben: User Experianece Virtualization (U-EV)von Microsoft (Der Schatttenriss von Goethe daneben ist um 1775 oder wenig später entstanden. Das Original aus schwarz hinterlegtem weißen Papier wird in der Stiftung Weimarer Klassik aufbewahrt.)
Damit Profile markant bleiben: User Experianece Virtualization (U-EV)von Microsoft (Der Schatttenriss von Goethe daneben ist um 1775 oder wenig später entstanden. Das Original aus schwarz hinterlegtem weißen Papier wird in der Stiftung Weimarer Klassik aufbewahrt.) (Bild: Joos/Wikipedia)

Mit dem Tool „User Experience Virtualization“ (U-EV) aus dem „Microsoft Desktop Optimization Package“ können Administratoren Einstellungen in Profilen über XML-Dateien automatisieren und deutlich effizienter und stabiler konfigurieren als mit herkömmlichen auf dem Server gespeicherten Profilen. Auch die Datenmenge lässt sich deutlich senken.

Sollen Server-gespeicherte Profilen verwendet werden, konfigurieren Administratoren in den Benutzereinstellungen des Active Directory, dass die Client-Computer alle Daten in einer Freigabe auf dem Server speichern sollen. Auf der Registerkarte „Profil“ eines Benutzerkontos in der Verwaltungskonsole „Active Directory-Benutzer“ und „-Computer“ können Administratoren die notwendigen Angaben hinterlegen, um komplette Profile auf den Server auszulagern.

Bei Verwendung eines Server-basierenden Benutzerprofils steht dieses Profil an allen Arbeitsstationen im Netzwerk zur Verfügung. Durch die Angabe dieses Pfads wird automatisch ein leerer Ordner für diesen Benutzer erstellt. Die Angabe des Profilpfads erfolgt in der Form \\\\%username% (siehe: Abbildung 1).

In vielen Fällen lassen Unternehmen auf diese Weise auch die Ordner mit Dokumenten der Anwender synchronisieren, um zu verhindern dass versehentlich im Profil gespeicherte Dokumente nicht verloren gehen. Da Windows bei jedem Anmelden das komplette Profil laden und beim Abmelden auf den Server speichern muss, verzögert sich die Anmeldung in vielen Fällen, vor allem weil jedes Mal die gespeicherten Dateien übertragen werden müssen. Zu Stoßzeiten, also morgens oder abends ist außerdem das Netzwerk stark belastet, da sich sehr viele Benutzer an- und abmelden.

Profile auf dem Server können nerven

Im Profil sind viele Einstellungen des Benutzers gespeichert, zum Beispiel auch Konto-Einstellungen von Outlook oder Konfigurationen von Programmen. Geht ein Profil verloren oder muss ein Administrator dieses löschen, weil etwas im Profil nicht funktioniert, sind alle anderen Einstellungen ebenfalls verloren, auch die Konfigurationsoptionen die überhaupt kein Problem verursacht haben. Das Freeware Tool Delprof2 ermöglicht das Löschen von Profilen, wenn zum Beispiel Berechtigungs- oder Zugriffsprobleme vorliegen.

Nachdem ein Profil neu angelegt ist, müssen Administratoren und Anwender anschließend alle Einstellungen neu vornehmen. Das kostet Zeit und Nerven.

Ein einfacher Weg dieses Problem zu umgehen, ist die Möglichkeit einzelne Ordner im Benutzerprofil direkt auf Freigaben in Servern umzuleiten. Das geht auch mit Server-gespeicherten Profilen und sehr effizient mit Windows Server 2008 R2 und Windows 7. In diesem Fall speichert Windows die Daten sofort außerhalb des Profils in einer Freigabe.

Ordnerumleitungen von Profilen

Ordnerumleitungen spielen mit U-EV eine wichtige Rolle, da U-EV nur Konfigurationen speichert, jedoch keinerlei Benutzerdaten. Windows Vista und Windows 7 bieten die Möglichkeit, Ordner innerhalb des Profils auf ein Server-Laufwerk umzuleiten.

Leiten Administratoren zum Beispiel den Ordner der Dokumente vom Profil auf den Server um, können Anwender weiterhin problemlos auf die eigene Bibliothek zugreifen. Die Daten sind dabei aber direkt auf dem Server gespeichert.

Die Größe der Profile ist dadurch reduziert, die Anmeldezeit verkürzt sich. Die Ordnerumleitungen nehmen Administratoren über Gruppenrichtlinien vor. Im Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor unter Benutzerkonfiguration/Richtlinien/Windows-Einstellungen/Ordnerumleitungen sind die entsprechenden Konfigurationen zu finden (siehe: Abbildung 2).

Optionen für Umleitungen

Über die Registerkarte „Ziel“ bestimmen Administratoren die Umleitungsoptionen. Innerhalb des Stammordners legt Windows Unterordner für die Benutzer an und konfiguriert automatisch entsprechende Rechte (siehe: Abbildung 3).

Für die Anwender ändert sich bei der Umleitung nichts. Diese arbeiten mit den normalen Verknüpfungen des Rechners. In den Eigenschaften der Bibliotheken auf dem Client-Rechner, lässt sich der Pfad der Umleitung anzeigen (siehe: Abbildung 4).

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