Juniper-Vorschau auf 2017

Neue Herausforderungen – neue Chancen

| Autor: Ludger Schmitz

(Bild: Alexandra H. / pixelio.de)

Wer nicht gerade überängstlich in die Zukunft blickt, kann sich auf das kommende Jahr freuen. Neue IT-Techniken bringen Möglichkeiten, die optimistische Perspektiven erlauben.

Service Provider

Manfred Opificius, Juniper
Manfred Opificius, Juniper (Bild: Opificius)

Service Provider werden im Sicherheitsfokus stehen. Cyberkriminelle nutzen verstärkt vernetzte IoT-Geräte, um Angriffe wie DDoS etc. auszuführen. Daher wird es für Endnutzer wesentlich schwieriger, die Sicherheit ihrer Geräte zu gewährleisten. Denn das traditionelle Antivirus- und Endpoint-Management muss bei vernetzen Heizungen, Kühlschränken oder Espressomaschinen anders geregelt werden als bei Rechnern oder mobilen Endgeräten. Um künftige Angriffe zu vermeiden, sind Service Provider gefordert, virtuelle Sicherheitsservices bis zum Endpunkt zur Verfügung zu stellen.

Intelligente Stadte

Städte werden immer intelligenter. Ein positives Zukunftsszenario des Internet der Dinge ist, dass viele Städte intelligent vernetzt sein werden und von Verkehrskameras bis hin zum Smart Grid als ganzes System funktionieren. Um dieses Szenario zu realisieren, müssen sich der öffentliche und der private Sektor auf eine sinnvolle Lösung verständigen. Nur so lassen sich die dafür notwendigen Konzepte für Richtlinien, Infrastruktur und Datennutzung entwickeln. Diese können dann Smart Roads mit autonomen Fahrzeugen oder eine durch Kooperationen zwischen Krankenhäusern und Versorgungsunternehmen verbesserte Krankenversorgung ermöglichen. Im Jahr 2017 werden wir sehen, wie sich Organisationen mit dem Ziel bilden, eine große Anzahl an Sektoren zu vernetzen, um so eine wirklich vernetzte Zukunft zu schaffen.

Netzwerk-Virtualisierung

Unternehmen erwarten Mehrwerte durch Netzwerk-Virtualisierung. Mit dem Erfolg der ersten NFV-Implementierungen und den Herausforderungen für Betreiber, immer mehr Services fehlerfrei zu liefern, benötigen Kunden eine höhere Flexibilität. Das Ergebnis sind Entwicklungen wie Bring-Your-Own-License (BYOL)- und Pay-as-You-Go-Modelle, die maßgeschneiderte Cloud-basierte Infrastrukturen für verschiedene Anwendungszwecke unterstützen.

Maschinelles Lernen

Maschinelles Lernen (Machine Learning) stellt das Netzwerk in den Mittelpunkt. Chips mit eingebauten Machine Learning-Fähigkeiten steigern die Intelligenz von Cloud-Anwendungen radikal. Unternehmen werden versuchen, diese immer leistungsstärkere Infrastruktur zu nutzen, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Damit ist die Leistung von Rechner- und Netzwerkressourcen wird für den Erfolg eines Unternehmens wichtiger als je zuvor.

Automation zur Kommunikation

Automation löst kulturelle Probleme im IT-Bereich. Es ist kein Geheimnis, dass IT-Teams einen großen Teil ihrer Arbeit mit interner Koordination und sperrigen Projekten verbringen, anstatt an innovativen Initiativen zu arbeiten. In den kommenden Jahren werden viele grundlegende technologische Aufgaben automatisiert sowie neue Ansätze aufkommen. Diese mildern Reibungspunkte innerhalb des IT-Bereichs ab. IT-Mitarbeitern haben so mehr Zeit für die Arbeit, die sie wirklich gerne machen. So sind Cloud-Teams beispielsweise agiler und flexibler, während Netzwerk- und Security-Teams häufig als Flaschenhälse angesehen werden. Mit Automations- und Orchestration-Technologien im Rechenzentrum lassen sich die Aufgaben, die in IT-Teams häufig für Konflikte sorgen, einfacher handhaben.

* Manfred Opificius, Managing Director bei Juniper Germany

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