Selbstlernendes System von Narus wehrt Cyber-Angriffe ab

Netzwerksicherheit – ein Fall für Big Data

| Redakteur: Ulrike Ostler

Big Data und die Anforderungen an die Netzwerksicherheit brauchen neuartige Analysen.
Big Data und die Anforderungen an die Netzwerksicherheit brauchen neuartige Analysen. (Bild: Teradata/Ponemon)

Dass Big Data Analysen ein großes Arsenal an Maßnahmen für die Netzsicherheit bieten, ist eigentlich bekannt. Trotzdem hält solche Technik nur sehr langsam Einzug in den Unternehmen. Dabei haben Cyber-Angriffe immer gravierendere Folgen und nur eines von fünf Unternehmen glaubt, sie effektiv stoppen zu können. Narus und Teradata wollen neue Maßstäbe für die Netzwerksicherheit setzen.

Die größten Sicherheitsrisiken bestehen in mobilen Anwendungen, einem Mangel an Überwachung und in untereinander vernetzten Systemen mit unterschiedlicher Zielsetzung. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie „Big Data Analytics in Cyber Defense“. Für die Studie, die von Teradata und dem Ponemon Institute herausgegeben wird, wurden mehr als 700 Experten für IT-Sicherheit befragt.

Hiernach kennen zwar 56 Prozent der Befragten Technologien für Big Data Analytics und 61 Prozent nehmen an, dass diese die dringlichen Sicherheitsfragen lösen werden, aber nur 35 Prozent wenden derartige Technologien bereits an. Weniger als die Hälfte der befragten Organisationen versucht zu verhindern, dass ungewöhnlicher oder potentiell gefährlicher Datenverkehr ihr Netzwerk nutzt (42 Prozent) oder versucht, derartigen Datenverkehr in ihrem Netzwerk zu entdecken (49 Prozent).

Hermann Wimmer, Vorstand International bei Teradata äußert sich dazu: „Die Ponemon-Studie ist alarmierend“, sagt er. „Unternehmen sollten so schnell wie möglich handeln und ihre Programme für Cyber-Sicherheit mit den Möglichkeiten erweitern, die Big Data bietet.“

Wie können Big-Data-Analysen helfen?

Wie wichtig sind Big-Data-Analysen für die Netzsicherheit?
Wie wichtig sind Big-Data-Analysen für die Netzsicherheit? (Bild: Teradata/Ponemon)

Wenn multistrukturierte Daten aus verschiedenen Quellen genutzt würden, könnten sich Unternehmen einen effizienten Schutz gegen Cyber-Attacken erschließen und die zeitliche Lücke zwischen einem Angriff, seiner Erkennung, Bekämpfung und der Schadensbegrenzung schließen.

Wimmer zufolge geht es im Bereich der Netzwerksicherheit vor allem darum, unvorstellbar große Mengen von Transaktionsdaten im Netzwerk in beinahe-Echtzeit zu analysieren: „Viele Teams für IT-Sicherheit haben bereits erkannt, dass es kein Leichtes ist, aus ihren Netzwerkdaten die 0,1 Prozent zu sieben, die auf ungewöhnliches Verhalten oder potentielle Bedrohungen des Netzwerks hinweisen.“

Ergänzendes zum Thema
 
Über die Ponemon-Studie

Somit seien Cyber-Sicherheit und Netzwerküberwachung mittlerweile zu einem Big Data-Problem geworden. Unternehmen, die persönliche, sensible oder wichtige Daten verwalten, müssten ihre Sicherheitssysteme entsprechend erweitern, wenn sie ihr Unternehmen oder ihre Kunden nicht erheblichen Gefahren aussetzen wollten.

Tatsächlich wünschen sich 82 Prozent der Studienteilnehmer, dass Big Data Analytics mit Anti-Viren- oder Anti--Software ausgestattet sein mögen. 80 Prozent sagen, Software gegen „Denial of Service“-, oder „Distributed Denial of Service“-Attacken würde ihre Organisationen sicherer machen.

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