Auslagerungsdateien und SSDs

Mythen und Empfehlungen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Thomas Joos

Tom's Admin Blog
Tom's Admin Blog (Bild: Tom Joos)

In vielen Tipps ist zu lesen, dass Anwender die Auslagerungsdatei auf SSDs deaktivieren sollen. Andere Anleitungen schreiben wiederum, dass die Auslagerungsdatei vor allem auf SSDs Sinn ergibt.

In vielen Tipps ist zu lesen, dass Anwender die Auslagerungsdatei auf SSDs deaktivieren sollen. Andere Anleitungen schreiben wiederum, dass die Auslagerungsdatei vor allem auf SSDs Sinn ergibt. In der Auslagerungsdatei speichert Windows Daten aus dem Arbeitsspeicher zwischen, die Windows aktuell nicht benötigt, beziehungsweise für die Windows keinen Platz mehr im tatsächlichen Arbeitsspeicher hat. Das gilt für Windows-Server, aber auch für Rechner mit Windows 8/8.1.

Zunächst: Die Auslagerungsdatei in Windows zu deaktivieren, auch wenn Sie SSDs einsetzen, ist laut Microsoft nicht sinnvoll. Sie bremsen damit eher den Computer aus. In der Auslagerungsdatei führt Windows deutlich mehr Leseoperationen als Schreiboperationen durch. Das heißt, durch diese Funktionsweise profitieren Sie sogar vom Speichern der Auslagerungsdatei auf SSDs. Microsoft schreibt in einem Supportblog, dass das Verhältnis zwischen Schreib- und Lesezugriff 1:40 ist und empfiehlt auf seinem Blog die Aktivierung der Auslagerungsdatei. Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Seite http://blogs.msdn.com/b/e7/archive/2009/05/05/support-and-q-a-for-solid-state-drives-and.aspx. Zwar bezieht sich der Inhalt des Blogbeitrags noch auf Windows 7, ist aber weiterhin für Windows 8.1 gültig und auch für Windows 10.