Aufbau von 75.000 virtuellen Servern in nur acht Stunden

Mirantis: „Scale-Out in der Private Cloud ist nichts Besonderes“

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Die Ausführung von Mirantis OpenStack auf IBM SoftLayer liefert hochdynamische bedarfsorientierte Cloud-Ressourcen.
Die Ausführung von Mirantis OpenStack auf IBM SoftLayer liefert hochdynamische bedarfsorientierte Cloud-Ressourcen. (Bild: Mirantis)

Durch den Aufbau von 75.000 Live VMs (virtuelle Maschinen) in eine Multi-Datacenter Cloud setzen Mirantis und IBM eine neue OpenStack-Benchmark. Auf „IBM Softlayer“ installiert, zeigt „Mirantis OpenStack 4.0“ (Havana), dass der Scale-Out der unternehmenseigenen Private Cloud für OpenStack nichts Besonderes ist.

Der Pure-Play OpenStack-Anbieter Mirantis kündigte neue Benchmark-Zahlen für eine maßstabsgerechte OpenStack Cloud an, um die wachsende Anforderungen nach anspruchsvollen Workloads in der unternehmenseigenen Private Cloud zu erfüllen. Der Benchmark nutzte die neueste Mirantis OpenStack 4.0 (Havana)-Distribution, die auf„CentOSVer 6.4“ in einer hochverfügbaren Konfiguration über verteilte Datenzentren läuft – von Anfang bis Ende in acht Stunden.

OpenStack – schnell und zuverlässig

Mithilfe 350 physischer Server auf einer IBM Softlayer Bare Metal Multi-Data-Center-Cloud baute Mirantis OpenStack 75.000 virtuelle Server auf, vorgehalten in parallelen Stream Levels von 100 bis jeweils 500 zur gleichen Zeit. Der Benchmark sollte zeigen, wie schnell und zuverlässig OpenStack auf bedarfsorientierte reale Workload-Anforderungen zur Bereitstellung von Cloud-Ressourcen reagieren könnte und dabei eine anhaltende Geschwindigkeit von 9.000 neuen virtuellen Servern pro Stunde über acht Stunden lang erreicht.

Die wichtigsten Erkenntnisse, die dabei gewonnen wurden, waren:

  • Unternehmen, die darüber nachdenken, wo sie große Workloads ausführen sollen, können sich auf OpenStack für eine Private Cloud mit bis zu 75.000 virtuellen Servern verlassen.
  • Die Ausführung von Mirantis OpenStack auf IBM Softlayer liefert hochdynamische bedarfsorientierte Cloud-Ressourcen, vorgehalten auf über 9.000 virtuellen Servern pro Stunde.
  • Mirantis OpenStack und IBM Softlayer ermöglichen belastbare, Multi-Data-Center Cloud-Anwendungen.

Hier ein kurzes Video zum Thema:

„Wir bauen Mirantis OpenStack für Scale und Performance und dieser Benchmark bei IBM zeigt, dass OpenStack als robuste Private-Cloud-Alternative für alle öffentlichen Cloud-Angebote von heute schnell zur Reife gelangt“, sagt Adrian Ionel, CEO von Mirantis. „Wir bringen OpenStack in schwierigen Bedingungen, die reale Serien-Workloads und anspruchsvolle Kunden-Anwendungsfälle imitieren, an seine Grenzen. Unser Ziel ist es, unseren Kunden zuverlässige und transparente Leistungsdaten für maßgeschneidertes OpenStack zu liefern.“

Sesh Murthy, Vizepräsident Advanced Cloud Services bei IBM glaubt, dass OpenStack ein geradezu explosionsartiges Wachstum auf dem Cloud-Markt erlebt und viele Unternehmen nicht nur nach einem einfachen Weg suchen, um damit zu beginnen, sondern auch, um damit zu wachsen. Dieser neue Benchmark mit Mirantis demonstriere, welche starke und flexible Grundlage der SoftLayer maßstabsgerecht für unternehmenseigene Private-Cloud-Entwicklungen mit OpenStack liefern kann.

Technischer Überblick

Mit dem Test wollte Mirantis zwei Schlüsselparameter von OpenStack darstellen: Ausmaß und Geschwindigkeit der Inbetriebnahme. Von Cloud-Controllern am Datenzentrum in San Jose initiiert, wurde OpenStack von Mirantis für 2.500 parallele Anfrage-Streams zur Inbetriebnahme neuer virtueller Maschinen über ein Netzwerk zu einem Server-Komplex genutzt, der in Houston, Texas, mehr als 1.800 Meilen entfernt läuft. Im Verlauf von acht Stunden baute diese verteilte Cloud-Infrastruktur erfolgreich 75.000 virtuelle Server auf, die gleichzeitig auf einer Remote-Infrastruktur von 350 physischen Servern laufen.

Die virtuellen Server umfassten jeweils eine virtuelle CPU, 64 Megabyte RAM, zwei Gigabyte Speicher mit einer CPU-Overcommit-Rate von 1:32 und einem RAM-Overcommit von 1:1,5. Reale Workloads erfordern viel weniger gleichzeitiges Anlaufen, die tatsächlichen Boot-Zeiten pro virtuellen Server könnten also viel schneller sein. Der Test lieferte einen durchschnittlichen Satz von 250 virtuellen Servern, die sich alle 98,8 Sekunden bootstrappen und fast linear auf die volle Population von 75.000 gebooteten Servern anwachsen.

Ergänzendes zum Thema
 
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