„Windows Azure macht Entwickler von Hardware unabhängig“

Microsoft sieht Azure als das Betriebssystem für die Cloud

07.10.2011 | Autor / Redakteur: Bernd Reder / Ulrike Ostler

Holger Sirtl, Architecture Evangelist und Cloud-Spezialist bei Microsoft: „Plattformen wie Windows Azure sind für Unternehmen jeder Größe von Vorteil, vom mittelständischen Betrieb bis hin zum Großunternehmen.“ Bild: Microsoft

Mit „Windows Azure“ startete Microsoft Anfang Februar 2010 einen Service, der Software-Spezialisten und Independent Software Vendors eine Entwicklungs- und Testplattform in der „Cloud“ bietet. Holger Sirtl, Architecture Evangelist bei Microsoft Deutschland, erläutert, auf welche Resonanz Windows Azure bei den Nutzern stößt und wie sich das Angebot weiter entwickeln wird.

Mit Windows Azure läutete Microsoft am 1. Februar 2010 das Cloud-Computing-Zeitalter ein. Der PaaS-Dienst (Platform as a Service) bietet Unternehmen und Organisationen die Möglichkeit, in einer Cloud-Umgebung Anwendungen und Dienste zu entwickeln und diese Kunden und eigenen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen.

Speziell für Anwendungsentwickler sowie für Software-Firmen, die den Einstieg in Cloud-gestützte Vertriebsmodelle suchen, ist Windows Azure eine Alternative zum herkömmlichen Ansatz. Statt im eigenen Haus IT-Ressourcen aufzubauen, ordern sie bei Microsoft Rechenleistung, Speicherkapazität und hoch verfügbare SQL-Datenbanken – entsprechend dem tatsächlichen Bedarf.

Allerdings erfordert eine Plattform wie Windows Azure vom Software-Entwickler ein Umdenken, wie Holger Sirtl, Cloud-Computing-Spezialist bei Microsoft, bestätigt.

Herr Sirtl, eine Frage vorweg: Sie sind bei Microsoft als „Architecture Evangelist“ tätig. Was macht eigentlich ein „Evangelist“?

Holger Sirtl: Ich bin seit 2006 bei Microsoft in der Deutschland-Zentrale in Unterschleißheim bei München als Architektur-Berater aktiv. Das heißt, ich unterstütze Unternehmen beim Aufbau von .NET-basierten Anwendungsarchitekturen. Die Schwerpunkte meiner Arbeit sind Cloud Computing mit der Windows-Azure-Plattform, Office Business Applications sowie Microsofts „Software plus Services“-Strategie.

Wie positioniert Microsoft Windows Azure im Vergleich zu Cloud-Computing-Angeboten anderer Anbieter?

Holger Sirtl: Windows Azure ist ein Platform-as-a-Service-Angebot, kurz PaaS. Wir wollen keine Rechenzentrums-Infrastruktur in der Cloud vorhalten, wie das etliche Service Provider und Hersteller von IT-Hardware tun. Microsoft konzentriert sich bei Windows Azure darauf, dem Nutzer Anwendungen und Dienste zur Verfügung zu stellen, die hoch verfügbar sind und die er nach Belieben erweitern kann.

Weiter mit: Welche Vorteile haben Entwickler von einer Cloud-gestützte Plattform wie Windows Azure?

 

Veranstaltungstipp: Cloud-Konferenz

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