Drucker, Anwendungs-Server und Linux lizenzieren

Microsoft-CALs verstehen

| Redakteur: Thomas Joos

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Tom's Admin Blog (Bild: Tom Joos)

Viele Unternehmen fragen sich, ob Multifunktions-Drucker, die mit einem Windows-Druckserver verbunden sind, auch Benutzerlizenzen notwendig machen. Das ist der Fall. Denn der Drucker kommuniziert mit dem Server, erstellt Jobs, benötigt eine IP-Adresse und interagiert mit der Server-Software. Daher ist die Lizenzierung auch für Drucker notwendig. Wenn also der Drucker auf irgendeine Art und Weise mit dem Server kommuniziert und Server-Software nutzt, zum Beispiel zum Versenden von gescannten Dokumenten per E-Mail, braucht er eine CAL.

Wenn die Benutzer, die mit dem Drucker kommunizieren, eine CAL haben und der Drucker durch einen Auftrag des Anwenders mit dem Server kommuniziert, ist dieser Datenverkehr durch die CAL des Anwenders abgedeckt. Das gilt auch für servergestützte Scanner, FAX-Geräte und andere Netzwerk-Geräte, die mit Windows-Servern arbeiten.

Windows-Server die untereinander kommunizieren benötigen keine CAL. Wenn Sie aber einen Anwendungs-Server einsetzen, der wiederum eine SQL-Datenbank auf einem SQL-Server benötigt, müssen Sie für jeden Benutzer, der die Anwendung nutzt, eine CAL für den SQL-Server erwerben. Das gilt auch dann, wenn die Anwender nur mit der entsprechenden Applikation arbeiten und nicht mit dem SQL-Server selbst. Auch wenn ein Linux-Server die Authentifizierung eines Domänencontrollers nutzt, müssen Sie die Benutzer mit CALs lizenzieren, welche diese Authentifizierung nutzen