Suse-Konferenz in Amsterdam

Linux, OpenStack, Ceph, Docker und mehr by Suse

| Autor: Ulrike Ostler

Die Anwenderkonferenz Susecon findet vom 2. bis zum 6. November in Amsterdam statt.
Die Anwenderkonferenz Susecon findet vom 2. bis zum 6. November in Amsterdam statt. (Bild: Suse: Michael Stanscheck)

Die globale Anwenderkonferenz von Suse „Susecon“ findet heuer vom 2. bis zum 6. November in Amsterdam statt. Adressiert werden etwa Big Data, softwaredefinierter Speicher, Cloud Computing, Zero Downtime, Standardisierung von Rechenzentren, Docker und Container sowie SAP und „SAP HANA“ auf Linux. Doch was macht Suse auf einem Asteroiden?

Wer weiß schon, dass „Suse Linux Enterprise Server“ (SLES) das erste und einzige Server-Betriebssystem ist, das von der Open-Source-Server-Virtualisierung „KVM for IBM z Systems“ unterstützt wird. Oder wer weiß, dass SLES auf Supercomputern und Servern und Supercomputern sowohl bei der NASA wie auch bei der Europäischen Raumfahrtagentur ESA läuft, um dabei zu helfen, die Erde vor Asteroiden zu beschützen?

Wir sind nicht alleine im Weltall: Milliarden von Gesteinsformationen, so genannte Asteroiden, fliegen durch den Kosmos, manche davon genau in unsere Richtung. Vor 107 Jahren, am 30. Juni 1908, erlebte die Welt den größten Einschlag eines Himmelsobjektes in der jüngeren Geschichte – das so genannte Sibirische Tunguska-Event.

Um Katastrophen abzuwenden, braucht es Berechnungen, die helfen sollen, bedrohliche Himmelsköper rechtzeitig von der Erde wegzulenken; konkretes Beispiel ist der Asteroid „65803 Didymos“, der 2022 attakiert werden soll.

Suse im Kampf gegen Asteroiden

Als einer Anbieter von Betriebssystemen für Hochverfügbarkeitssysteme und Hochleistungsrechner und Supercomputer stellt Suse seine Expertise einer Vielzahl von Forschungseinrichtungen zur Verfügung. Meike Chabowski, Senior Product Marketing Manager bei Suse, kommentiert:

„Linux und Open Source unterstützen die Wissenschaft mit Technologien für hochperformante und zuverlässige Supercomputer, die für die Erforschung von Objekten im Weltall eingesetzt werden. Die Forscher benötigen skalierbare und hochverfügbare Rechenumgebungen, und die überwiegende Mehrheit im Highperformance-Sektor verlässt sich dabei auf Linux.“

Suse im Bund mit HP, SAP und DB2

Bei der Baywa geht es irdischer zu: Das Unternehmen migrierte jüngst mithilfe des Konzernmittglieds RI-Solution GmbH sein SAP-Retail-System auf den x86-Großrechner „Superdome X“. Das Unternehmen sieht das als einen Schritt in Richtung Cloud-fähiger IT-Infrastruktur. Denn die SAP-Retail-Installation der Baywa AG ist im Hinblick auf Lastanforderungen eine der größten weltweit und lief bisher auf Unix/Itanium-Systemen, ebenfalls vom Typ HP Superdome.

Mit der Migration auf die x86-Variante des HP-Großrechners ist die letzte Unix-Insel in der IT-Infrastruktur von Baywa verschwunden. Beibehalten hat der Konzern übrigens die IBM-Datenbank „DB2“.

Die kleineren SAP-Systeme des BayWa-Konzerns wurden durch die RI-Solution bereits im Vorfeld eines großen IT-Architekturprojektes umgestellt und laufen – wie die Nicht-SAP-Anwendungen – bereits auf einer einheitlichen, modularen „HP-Blade System“-Server-Infrastruktur. Im Rahmen der weiteren IT-Transformation wird die Baywa im nächsten Schritt verstärkt auf SAP HANA setzen, das auf einem „HP Convgerged System 900“ mit einem drei Terabyte großen „HP-3PAR-Storeserv“-Speicher laufen wird.

Baywa schmeißt Unix ´raus

Die Migration auf HP Superdome X, von der knapp 8000 Anwender betroffen sind, dauerte inklusive Datentransfer und Testbetrieb weniger als 24 Stunden. „Die neue Systemumgebung läuft seit dem Produktivstart fehlerfrei“, sagt Andreas Stibi, Leiter IT-Infrastruktur bei RI-Solution, dem hauseigenen IT-Dienstleister von Baywa. „Die Leistung und Verfügbarkeit des neuen Systems sind hervorragend, und die Stabilität des Linux-Betriebssystems und der DB2-Datenbank sind beeindruckend.“

Die Migration ist Teil einer strategischen IT-Transformation von BayWa. Um die internationale Expansion des BayWa-Konzerns zu unterstützen, überführt der Handels- und Dienstleistungskonzern seine IT-Infrastruktur sukzessive in eine Private-Cloud-Umgebung. Damit soll die Servicebereitstellung für Tochtergesellschaften weltweit ausgeweitet werden, ohne die Betriebskosten zu erhöhen. Zu diesem Zweck wird die komplette IT-Infrastruktur auf x86, Linux und Windows standardisiert, virtualisiert und automatisiert.

Die neue Systemumgebung besteht aus zwei HP Superdome X mit je 120 Prozessorkernen und 2 TB Hauptspeicher. Für das produktive SAP-Retail-System wird dabei nur eine Partition mit 60 Kernen und 1 TB Hauptspeicher genutzt – die zweite Superdome steht als Failover-System bereit. Bei Ausfällen von Systemkomponenten verlagert der Cluster-Manager „HP Serviceguard“ die Produktion automatisch auf das zweite System. Die restlichen vier Partitionen stehen für die Entwicklungs- und Testumgebung zur Verfügung.

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