Hyper-V kann jetzt mehr

Linux mit Windows Server 2012 R2 virtualisieren

| Redakteur: Thomas Joos

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Tom's Admin Blog (Bild: Tom Joos)

Mit Windows Server 2012 R2 hat Microsoft vor allem zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen in Hyper-V integriert. Einige dieser Neuerungen haben vor allem Linux im Fokus. Mit Hyper-V in Windows Server 2012 R2 lassen sich Linux-Server jetzt genauso effizient nutzen, wie Windows-Server. Dazu hat Microsoft auch die Integration Services überarbeitet, mit denen sich Linux-Server optimal mit Hyper-V verbinden. Die neue Version Linux Integration Services 3.5 ermöglicht zum Beispiel die Verwendung von dynamischen Arbeitsspeicher mit Hyper-V.

Achten Sie darauf, dass Sie für den Einsatz unter Windows Server 2012 R2 und Hyper-V Server 8.1 mindestens die Version 3.5 der Linux Integration Services benötigen (http://www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=41554). Die alte Version 3.4 unterstützt nur Windows Server 2012, nicht die aktuellen Funktionen der neuen Version. Optimal arbeiten laut Microsoft zum Beispiel SUSE Linux Enterprise Server 11 SP3 (https://www.suse.com/products/server) und Ubuntu Server 13.10 (http://www.ubuntu.com/server), sowie Red Hat Enterprise Linux 6.5 (http://de.redhat.com/products/enterprise-linux) mit Windows Server 2012 R2 zusammen. Nachdem Sie den virtuellen Server erstellt und mit Linux installiert und gestartet haben, sollten Sie im ersten Schritt überprüfen, ob in der entsprechenden Distribution bereits Linux Integration Services (LIS) installiert sind. Dazu melden Sie sich mit root-Rechten an der Linux-VM an und verwenden den folgenden Befehl: /sbin/modinfo hv_vmbus Aktuell unterstützen aber nur die folgenden Linux-Distributionen die neuen Funktionen in LIS 3.5: Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5.5-5.8, 6.0-6.3 x86 and x64 CentOS 5.5-5.8, 6.0-6.3 x86 and x64 Laden Sie sich die ISO-Datei der LIS 3.5 bei Microsoft herunter und verbinden Sie diese als CD/DVD-Laufwerk mit der VM, auf der Sie die Version installieren oder aktualisieren wollen. Danach müssen Sie die ISO-Datei im Betriebssystem bereitstellen: mount /dev/cdrom /media Im Anschluss wechseln Sie in das Verzeichnis der Linux-Version, die Sie einsetzen. Mit "./install.sh" führen Sie die Installation durch.