Briten befürchten keine Gehaltsteigerungen, sind aber gut abgesichert

IT-Gehälter in Europa – Deutsche warten auf die Lohnerhöhung

05.08.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Due Deutschen erwarten einen Geldsegen, die Briten hoffen darauf; Bild: IT Job Board

Eine Studie des Stellenvermittlers IT Job Board vergleicht die Gehälter im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik. Entsprechend der Konjunktur in den jeweiligen Ländern sind die IT-Experten in Deutschland und den Niederlanden optimistischer als die Briten, geht es um ihr Gehalt. Das könnte hierzulande ein kleiner Pluspunkt sein, wenn es darum geht ausländische Fachkräfte anzuwerben.

In Deutschland erwarten 68 und in den Niederlanden 65 Prozent der IT-Fachleute noch in diesem Jahr eine Lohnerhöhung. Dagegen rechnen in Großbritannien nur 55 Prozent mit mehr Geld. Das ergaben weitere Auswertungen der Gehaltsstudie des IT Job Boards unter 737 IT-Experten (Deutschland: 249 Befragte; Niederlande: 260; Großbritannien: 228).

Auch in Bezug auf den Bonus sind die Briten skeptisch: 61 Prozent erwarten keine Veränderung, im Vergleich zu jeweils 53 Prozent der deutschen und der niederländischen Studienteilnehmer.

Bereits im letzten Jahr schnitten die Briten beim Gehalt schlechter ab als ihre Kollegen auf dem Festland. 44 Prozent erhielten eine Lohnerhöhung von bis zu 10 Prozent. In Deutschland und den Niederlanden waren es jeweils 54 Prozent. In allen drei Ländern lag der Zuwachs überwiegend im niedrigen einstelligen Bereich.

Flexible Arbeitszeit contra Altervorsorge

Demgegenüber sind IT-Spezialisten in Großbritannien bei den Sonderleistungen teilweise besser gestellt: 40 Prozent von ihnen erhalten eine betriebliche Altersabsicherung, in Deutschland sind es nur 22 Prozent und in den Niederlanden 17 Prozent. Darüber hinaus wird rund ein Viertel von ihnen und den deutschen IT-Mitarbeitern für Überstunden bezahlt, während es in den Niederlanden nur ein Fünftel ist.

In puncto flexible Arbeitszeit ist Deutschland Spitzenreiter. Hierzulande können sich 59 Prozent der Befragten ihren Arbeitstag in gewissen Grenzen selbst einteilen, während diese Freiheit in den Niederlanden nur 29 Prozent und in Großbritannien 27 Prozent der IT-Mitarbeiter haben.

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