IT-Service-Optimierung bringt Licht ins Daten-Dunkel

IoT-Chaos begrenzt den Nutzungsgrad auf 1 Prozent

| Autor / Redakteur: Per Bauer* / Ulrike Ostler

(Bild: Henrik5000/ iStock.com)

Das Internet der Dinge stellt Rechenzentren vor viele Herausforderungen: Datensicherheit, Server-Management, Datenspeicherung und Netzwerk-Zugehörigkeit. Das heißt: Rechenzentren müssen in Zukunft nicht nur viel mehr Daten speichern und sichern, sie müssen Input wie Output auch gleichzeitig nach geographischem Ursprung und Relevanz unterscheiden.

Bis 2025 wird das Internet der Dinge (IoT) ein wirtschaftliches Potenzial von 11 Trillionen Dollar aufweisen (heute 3,9 Trillion Dollar) und damit etwa 11 Prozent der Weltwirtschaft einnehmen, wie eine aktuelle Studie von McKinsey zeigt. Mit der Vielzahl an neu gewonnenen Daten können Unternehmen ihre Wirtschaftsmodelle analysieren und durch Optimierung von Prozessen und Auslastungen den Return on Investment langfristig steigern.

In der Realität sieht das aber ganz anders aus: Aktuell werden nur etwa ein Prozent des gesamten Big-Data-Volumens analysiert und verwendet – der Rest liegt noch ungenutzt in den zum Teil bereits an der Kapazitätsgrenze arbeitenden Rechenzentren. Mit der richtigen Optimierungs-Software und Predictive Analytics können IT-Verantwortliche ihre Daten heute zielgerichtet verwenden und Rechenzentren auf effiziente Weise auslasten.

Eine weitere Herausforderung ist die Vernetzung des Konsumenten. Käufer, Ware, Produzent und Verkäufer sind im IoT vernetzt. Dadurch bekommen Unternehmen jede Sekunde neue Daten und das 24 Stunden am Tag.

Hochkonjunktur für Rechenzentren

Ein Beispiel: Ein Produktionsbetrieb bezieht seine Rohmaterialien aus Ghana, fertigt diese in einer indonesischen Fabrik zu einem Endprodukt und verschifft die fertige Ware zum Großhändler nach Deutschland. Dieser adressiert den Einzelhandel. War es früher gängige Praxis, die Verschickung von Gütern und deren Empfang zu dokumentieren, gibt das IoT die Möglichkeit, die Schritte der Wertschöpfungskette deutlich intensiver auszuwerten. Von der Fertigung über Transport, Lagerung und Verkauf können verschiedenste Informationen abgefragt werden.

Um über den Warenfluss informiert zu sein, bringt das Unternehmen einen IoT-Tracker an Waren, Fertigungsanlagen und Transporteinheiten an. Von diesem Moment an werden durch jede Bewegung des Produkts neue Daten produziert, die wiederum zur Analyse in einem Rechenzentrum zu Verfügung stehen. Damit lassen sich beispielsweise folgende Fragen beantworten: Wie lange dauert die Auslieferung? Wo und warum gibt es Unterbrechungen in der Wertschöpfungskette? Wann und wo werden die Produkte verkauft?

In Zukunft wird jedes dieser Unternehmen sein individuelles Business-Modell und die Infrastruktur auf die Anforderungen des Internet der Dinge anpassen müssen. Prognosen zu Folge werden im Jahr 2020 mehr als 5 Milliarden Menschen durch circa 50 Milliarden Dinge vernetzt sein – das bedeutet Hochkonjunktur für Rechenzentren, denn das Datenvolumen wird sich bis dahin verzehnfachen.

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Die Diskussion erinnert stark an die Anfangszeiten des Themas CMDB, wo Unternehmen versuchten,...  lesen
posted am 07.01.2016 um 09:49 von Peter_Schroff@bmc.com


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