VMware Tools und Linux-Gäste - Teil 2

Open-VM-Tools versus VMware Tools

| Autor: Thomas Drilling

Open-VM-Tools (Guest Managed)
Open-VM-Tools (Guest Managed) (Thomas Drilling)

Unter Linux gibt es zwei Varianten der VMware-Tools. Das auf Teilen des von VMware freigegebenen Quellcodes der VMware Tools basierende Paket „open-vm-tools“ ist in den Paketquellen vieler Distributionen zu finden und kann mit dem jeweiligen Paketmanager installiert werden. Etwas aufwendiger ist das Installieren der Linux-VMware-Tools von VMware direkt. Wie das am Beispiel OpenSuse funktioniert zeigt dieser Beitrag.

Für das Bereitstellen der VMware-Tools im Gastsystem gilt unter Linux das Gleiche wie unter Windows. Für vSphere-Einsteiger mitunter missverständlich ist, dass z. B. der Web Client oder auch der vSphere-Client mit „Install VMware Tools“ lediglich das Bereitstellen, also das Mounten des Installations-ISOs meint.

Open-VM-Tools

Speziell für Linux-Gäste ist, dass sich der Nutzer zwischen zwei Varianten, dem bei vielen Linux-Versionen mitgelieferten Paket „open-vm-tools“ und den VMware Tools für Linux von VMware, entscheiden können.

Hintergrund: VMware hat im Jahr 2007 große Teile der VMware Tools als Open Source Software unter dem Namen open-vm-tools (Open Virtual Machine Tools) freigegeben. Diese sind nun in den Paketquellen vieler meisten Linux Distributionen enthalten und können von dort bezogen und installiert werden. Offiziell sind die open-vm-tools für …

• Fedora 19 and later releases
• Debian 7.x and later releases
• openSUSE 11.x and later releases
• Recent Ubuntu releases (12.04 LTS, 13.10 and later)
• Red Hat Enterprise Linux 7.0 and later releases
• CentOS 7.0 and later releases
• Oracle Linux 7.0 and later releases
• SUSE Linux Enterprise 12 and later releases

verfügbar.

Unterschied zu den VMware Tools

Das Installieren des Pakets open-vm-tool ist zwar auf dem ersten Blick der bequemere Weg, allerdings liegt die „Verantwortung“ für das Aktualisieren der Tools dann beim Gast alleine, also mein Paketbetreuer der jeweiligen Linux-Distribution. Aktualisiert werden die open-vm-tools dann über die regulären Update-Mechanismen via apt, yum, zypper et cetera.

Der Unterschied ist auch im Web Client sichtbar. Markiert der vSphere-Admin in der Bestandsliste eine Linux-VM mit installierten open-vm-tools, erscheint im Reiter „Summary“ bei „VMware Tools“ der Eintrag „Running, version:2147483647 (Guest Managed)“.

Teil 3 dieses Beitrag zeigt, wie die originalen VMware-Tools z. B.  unter Suse Linux installiert werden; Teil 4 widmet sich dem Aktualisieren via vSphere Update Manager.