SAP HANA läuft auf VMware vSphere 5.5

In-Memory-Computing und Virtualisierung im Produktivbetrieb

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das In-Memory-Angebot von SAP HANA und die Visrtualisierungs-Suite von VMware sollen die Basis für ein Software Defined Datacenter sein.
Das In-Memory-Angebot von SAP HANA und die Visrtualisierungs-Suite von VMware sollen die Basis für ein Software Defined Datacenter sein. (Bild: Kristijan Zontar/Fotolia.com)

Bisher lief die In-Memory-Plattform der SAP AG „HANA“ auf virtalisierten Servern bestenfalls in Testumgebungen. Doch jetzt ist das auch im produktiven Betrieb möglich, und zwar mit der Virtualisierungs-Suite von VMware.„vSphere 5.5“.

Der Einsatz der SAP-Datentechnik in VMware-Umgebungen ermögliche es Kunden, Innovationen in Richtung Software Defined Datacenter (SDDC) vorzunehmen und die Architektur ihres Rechenzentrums zu vereinfachen, so SAP und VMware. Durch die Kombination von der In-Memory-Technik von SAP und vSphere 5.5, der grundlegenden Komponente von „vCloud“, können Künden von höheren Service-Levels profitieren, einen geringeren Total Cost of Ownership (TCO) erreichen sowie eine schnelle Amortisierung.

Pat Gelsinger, CEO bei VMware bezeichnet die Partnerschaft von SAP und VMware, die eine Zertifizierung einschließt, als „richtungsweisend“. Er sagt: „Unsere Kunden entwickeln ihre IT-Infrastruktur aus physischen Umgebungen heraus zu einem Software-Defined Datacenter. Wir freuen uns, unsere Partnerschaft weiter auszubauen und den Bedürfnissen unserer Kunden durch die Zertifizierung für den produktiven Betrieb von SAP HANA für VMware vSphere 5.5 nachzukommen.“

Kundenstimmen von Mercedes AMG und EMC

Reinhard Breyer, CIO bei Mercedes-AMG, ist SAP und VMware-Kunde und baut auf diese Kombination. Das Unternehmen setzt SAP HANA und VMware vSphere 5.5 mit einer 1-Terabyte-Speicherkonfiguration ein. Sie soll den Übergang zum Software-Defined Datacenter zu beschleunigen. „Wir sind davon überzeugt, dass die Virtualisierung von SAP HANA mit VMware vSphere der Schlüssel für unseren künftigen Geschäftserfolg sein wird, indem wir den Betrieb unserer Rechenzentren vereinfachen und entsprechend Kosten einsparen können“, sagt Breyer.

Auch bei der VMware-Muttergesellschaft EMC ist diese Kombination im Einsatz, für den Betrieb des ERP-Systems von SAP. Laut Bill Reid, Senior Director IT bei EMC, bietet sie einen erheblichen Mehrwert: „Mit VMware vSphere haben wir die Kapazität von SAP HANA verfünffacht, ohne Personal aufstocken zu müssen. Bei einer verfügbaren Betriebszeit von 99,9 Prozent können wir HANA-Instanzen in nur wenigen Minuten implementieren und deutliche Einsparungen bei CAPEX und OPEX erzielen.“

Zu dem Angebot gehört:

  • HANA auf vSphere steht Kunden mit zertifizierten SAP HANA-Appliances oder auf SAP HANA angepasster und Applikations-verifizierter Hardware (im Rahmen des „SAP HANA Tailored Datacenter Integration Programs“) zur Verfügung.
  • Es werden bis zu 1 Terabyte und 32 physikalische Prozessorkerne (64 virtuelle Kerne) pro VMware vSphere-Instanz unterstützt.
  • HANA unterstützt VMware vSphere-Funktionen für die Verwaltung der Systemumgebung beim Kunden einschließlich „vMotion“, „Distributed Resource Scheduler“ (DRS) und „VMware High Availability“ (HA).
  • Best Practices für zusätzliche Einsatzmöglichkeiten sind erhältlich über das Tool SAP Notes und www.saphana.com.
  • Der SAP HANA-Support von virtualisierten Umgebungen auf Basis von VMware vSphere 5.5 hilft Kunden laut Anbieter, die bereits eine Virtualisierungsstrategie für das Rechenzentrum umsetzen, den Betrieb zu vereinfachen und zu straffen. Darüber hinaus ließen sich HANA-Instanzen deutlich schneller provisionieren.

SAP und VMware wollen ihre enge Zusammenarbeit fortsetzen und erweiterte Funktionen von SAP HANA in virtualisierten Umgebungen entwickeln, um Kunden von SAP HANA zusätzliche Einsatzmöglichkeiten bieten zu können. Zu denen zählen auch Branchenspezifische Lösungen.

Das Hosted-Angebot von Capgemini

Olivier Sévillia, CEO Application Services, Continental Europe und Mitglied des Group Management Board von Capgemini, berichtet etwas, dass die hauseigenen SAP-Branchenlösungen auf der SAP HANA-Plattform verfügbar seien und jetzt auf der virtualisierten VMware vSphere-Infrastruktur gehostet würden.

Er sagt: „Durch den erweiterten Einsatz der neuen Generation von Capgemini’s und VMware‘s Enterprise-Cloud- Management und Orchestrierungsplattform zur Unterstützung von SAP-Lösungen, können wir unsere Kunden künftig bei der Verbesserung ihres TCO, der Einführung von SAP HANA und der Optimierung des Business Value als Resultat der Migration auf die neue SAP Enterprise Cloud Plattform unterstützen.“

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