Beste Integration in den Windows Server 2008 sowie Managementfunktionen

Im Test: Der Hypervisor Hyper-V von Microsoft

23.05.2008 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrich Roderer

Microsofts Hyper-V mit Manager, dem Windows Server Manager und zwei Gast-Sessions.

Mit dem Hyper-V steigt auch Microsoft ernsthaft in den boomenden Markt der Servervirtualisierung ein. Der Hypervisor wird kostenlos ein Bestandteil des Windows Server 2008 sein und löst den Virtual Server 2005 ab. Der Funktionsumfang und die Bedienlogik werden sich allerdings kaum mehr verändern. Daher haben wir einen Blick auf die derzeitige Vorversion geworfen. Die Architektur des Hyper-V wirkt schlüssig, die ersten Tests ebenso.

Virtualisierung von IT-Diensten wird in den nächsten Jahren die gesamte IT verändern. Dies gilt nicht nur für die derzeit dominierende Virtualisierung von Servern, sondern auch den weiteren Virtualisierungsarten, wie etwa der Applikationsvirtualisierung oder der Virtualisierung von Präsentationsdiensten. Microsoft hat bereits ein strategisches Portfolio aufgebaut. Neben den schon erwähnten Terminal Services zur Präsentationsvirtualisierung und der Softricity-Lösung zur Applikationsvirtualisierung hat Microsoft bald auch die Servervirtualisierung im Angebot.

Hyper-V: eine Rolle des Windows Servers 2008

Der Hyper-V benötigt zum Lauf einen x64-Prozessor mit Unterstützung der Virtualisierungsfunktionen und der Hardware Data Execution Protection. Damit ist der Hyper-V auch nur in der 64-Bit Version des Windows Servers 2008 verfügbar. Die Windows Edition, ob Standard, Enterprise oder Datacenter spielt allerdings keine Rolle. Auch muss es nicht der vollständige Server mit GUI und .NET-Framework sein, die Server Core-Variante reicht ebenso.

Im Kontext des Windows Servers 2008 nimmt der Hyper-V eine Rolle ein. Rollen und Funktionen sind zwei neue Verfahren des Windows Servers 2008, um zusammengehörige Aufgabenbereich einfacher verwalten und konfigurieren zu können. Durch die Definition von Rollen und Funktionen wird die Verwaltung des Systems für den Administrator vereinfacht. Bei der Aktivierung einer Rolle übernimmt Windows selbständig die Aktivierung der notwendigen Dienste, die Freigaben notwendiger Firewall-Ports oder das Bereitstellen von Konfigurationskonsolen für den Administrator. So auch für den Hyper-V.

Durch die Aktivierung der Rolle Hyper-V im Server Manager des Server-Cores richtet der Installationsprozess weitere Dienste (Microsoft Hyper-V) und die Verwaltungskonsole des Hyper-V Managers ein. Um den Hyper-V im Server Core zu installieren, ist das folgende Kommando notwendig: Start /w ocsetup Microsoft-Hyper-V.

Die Hyper-V-Dienste werden standardmäßig beim Start des Windows Server aktiviert. Im Hyper-V Manager finden sich unter dem Action-Menü aber auch Optionen zum manuellen Start oder Stopp der Dienste. Der Hyper-V Manager ist eine Snap-In der Microsoft Management Console (MMC) Version 3.0. Diese liefert in mehreren Fenstern mit einer Objekthierarchie alle Verwaltungselement für den Host und die virtuellen Maschinen. Durch den Befehl Customize View ist der Aufbau der Konsole einstellbar. Ganz rechts werden außerdem Hilfe und Assistenten eingeblendet. Derzeit ist der Hyper-V Manager auch das einzige graphische Verwaltungstool für den Hyper-V.

Der Hyper-V Manager kann aber auch zur Fernwartung weiterer Server herangezogen werden. Dies wird dann auch die Regel sein, denn ansonsten macht das linke Fenster in der Verwaltungskonsole, das die Server enthält, kaum Sinn. Mit der finalen Version des Hyper-V allerdings wird Microsoft auch eine Integration zum Virtual Machine Manager und später auch dem Operations Manager bieten.

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