Super Leistung von Kamp DHP mit ein paar Schönheitsfehlern

Im Test: Das virtuelle Datacenter auf täglicher Mietbasis

| Autor / Redakteur: Jürgen Wagner / Ulrike Ostler

Im DHP-Basispaket stehen 12 CPU-Kerne, 24 GB RAM, 500 GB Storage und 35 GB Traffic pro Tag auf einem 100 Mbit/s Interface zur Verfügung.
Im DHP-Basispaket stehen 12 CPU-Kerne, 24 GB RAM, 500 GB Storage und 35 GB Traffic pro Tag auf einem 100 Mbit/s Interface zur Verfügung. (Bild: Jürgen Wagner)

„Für 3,30 Euro pro Tag erhält der Kunde in Oberhausen eine standarisierte, performante Infrastruktur in einem zertifizierten deutschen Rechenzentrum“, so lautet das Fazit von Jürgen Wagner, der diesen Testbericht verfasst hat. Er hat sich das Service-Angebot „Dynamic Hardware Pool“ (DHP) von Kamp Netzwerkdienste genau angesehen. Was er noch so gefunden hat? Lesen!

Die Kamp Netzwerkdienste GmbH mit Sitz in Oberhausen bietet seit kurzem mit Kamp Dynamic Hardware Pool (DHP) auf Basis der selbst entwickelten Virtualisierungsplattform „Virtual-Core“ ein interessantes IT-Infrastruktur-Produkt an. Damit erhalten Administratoren einen definierten Pool an Hardware-Ressourcen, die sie in einem virtuellen Datacenter selbstständig in virtuelle Server einteilen können.

Im Basispaket von DHP stehen dem Administrator 12 CPU-Kerne, 24 Gigabyte RAM, 500 Gigabyte Storage und 35 Gigabyte Traffic pro Tag auf einem Interface für 100 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Bei Bedarf können zusätzliche Ressourcen als Erweiterungen dazu gebucht werden. Betrieben wird Kamp DHP im ISO 27001- und ECB-S-zertifizierten Rechenzentrum des Unternehmens in Oberhausen.

Dabei muss man sich als Administrator keine Gedanken machen, auf welchen Hardware-Hosts, Storage-Systemen oder Netzwerk-Switches diese Server laufen. Benutzer legen sich die gewünschten Server an und können nach kurzer Zeit loslegen. Wie gut diese Infrastruktur tatsächlich funktioniert, soll der folgende Test zeigen.

Das Testszenario

Die zu lösende Aufgabe im Testszenario ist die Abbildung einer kompletten Windows-Domäne in dem virtuellen Datacenter von Kamp DHP. Dazu gehört neben dem Domain-Controller, dem File-Server und einem Terminal-Server auch noch ein Mail-Server aus einer von Kamp vorgefertigten virtuellen Appliance (siehe: Abbildung 1) .

Nach der Anmeldung an der über das Internet erreichbaren und abgesicherten Administrationsoberfläche kann der Administrator aus dem Startbildschirm heraus unkompliziert einen neuen Server aufsetzen. Der in der westfälischen Metropole Rhein-Ruhr ansässige Anbieter liefert hierfür praktischerweise eine Vielzahl an vordefinierten virtuellen Appliances an.

Für die Server-Anwendungen, wie VPN-Server, Web-Server oder CRM-Systeme greift Kam auf die Appliances der Tunkey-Linux-Gemeinde zurück und hat diese nahtlos in DHP integriert. Sie lassen sich meist bequem per Browser administrieren.

Das Einrichten

Hierfür muss der Administrator aber noch die entsprechenden Ports in der Firewall, die die jeweilige Appliance benötigt, freigeben. Zusätzlich zu den über 100 Apps, stehen dem Administrator eine Vielzahl an Betriebssystemen zur Verfügung. Interessant ist hier, dass die Lizenzkosten für die beiden Microsoft-Betriebssysteme „Windows 2012 R2“ und „Windows 2008 R2“ schon im Tagespreis eingeschlossen sind und nicht zusätzlich berechnet werden.

Ergänzendes zum Thema
 
Das Fazit des Autors

Für den Domain-Controller wurde im Test eine Windows 2008-R2 Installation gewählt. Die Anzahl an virtuellen CPUs, zugewiesenem RAM und die Festplattengröße wird von dem Installations-Wizard bereits vorgeschlagen und ist für einen Domain Controller ausreichend groß bemessen.

Die Installation des Servers ist innerhalb weniger Minuten erledigt. Über den in Kamp DHP integrierten VNC-Server kann der Administrator den virtuellen Server schon beim Boot-Vorgang überwachen oder Konfigurationsaufgaben auf der Konsolenebene durchführen. Das geht, trotz der Verbindung über das Internet, doch recht flüssig von der Hand.

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