Bei IBM heißt es: Auf zur Hybrid Cloud!

IBM-Server, -Software und -Lizenzen

| Redakteur: Ulrike Ostler

Der Server IBM E880 wurde auf 192 Cores erweitert und ist gedacht für Anwendungen wie „IBM DB2“ in Kombination mit „BLU Acceleration“.
Der Server IBM E880 wurde auf 192 Cores erweitert und ist gedacht für Anwendungen wie „IBM DB2“ in Kombination mit „BLU Acceleration“. (Bild: IBM)

Derzeit laüft die IBM-Konferent „Edge“ in Las Vegas. Das nimmt Big Blue zum Anlass, neue „Power Systems“ und „Software-Defined Storage“ speziell fürs Cloud Computing vorzustellen. Der Großrechner „z Systems Hybrid Cloud“ bekommt eine Variante zur Entwicklung von Mobile-Apps. Ergänzt wird der Reigen an Neuerungen mit flexiblen Software-Lizenzmodellen für Middleware, die die Adaption von Hybrid Clouds erleichtern sollen.

IBM Hybrid-Cloud-Systeme und Anwendungen seien speziell für Enterprise-Kunden konzipiert und sollen ihnen helfen neue Geschäftsmodelle umzusetzen und Wachstum zu generieren, sagt Don Boulia, Vice President Cloud Services bei IBM Systems und erläutert, welche speziellen Anforderungen gemeint sind: „Hybrides Cloud Computing erfordert Server-, Storage- und Software-Technologien mit einem neuen Level an Offenheit, dynamischem Daten-Management, Integration, Automation und skalierbarer Leistung.“

IBM bringe dies alles zusammen – sowohl in Rechenzentren on-premise als auch in Public und Private Clouds – um die Datenverarbeitung neuer Workloads aus den Anwendungsbereichen Mobile, Big Data und Social Computing effizienter zu gestalten.

Die jüngsten Systeme im Überblick:

  • IBM Power System E850“ – Das 4-Socket-System bietet flexible Kapazität und eine garantierte Auslastung von bis zu 70 Prozent, siehe: Report „Why your virtualization matters“, 2014. Somit eignet sich das E850 insbesondere für den Einastz bei für Cloud Service Provider und mittelständische oder große Unternehmen, die Multi-Tenancy-Workloads sicher und effizient implementieren möchten. Gleichzeitig erlaubt das System einen schnellen Zugriff auf Daten in In-Memory-Datenbanken mit einer Größe von bis zu 4 Terabyte installierter Memory-Kapazität.
  • IBM Power System E880“ – Die Skalierbarkeit des E880 wurde kürzlich auf 192 Cores erweitert. Tests von IBM zeigen, dass geschäftskritische und datenintensive Workloads wie „IBM DB2“ in Kombination mit „BLU Acceleration“ sich linear bis zu dieser Kapazität skalieren lassen. Eine bereitgestellte Cloud würde also auch auf diesem Level keinerlei Effizienz einbüßen – das ist, laut IBM, auf Commodity-Servern nicht zu erreichen.
  • IBM Spectrum Control Storage Insights bietet Storage- und Daten-Management als Service in der hybriden Cloud, um die Speicherinfrastruktur on-premise zu optimieren.
    IBM Spectrum Control Storage Insights bietet Storage- und Daten-Management als Service in der hybriden Cloud, um die Speicherinfrastruktur on-premise zu optimieren. (Bild: IBM)

    IBM Pure Power System“ – Die konvergente Computer-, Netzwerk- und Speicherinfrastruktur ist sicher und schnell einsetzbar. Das System liefert sichere Einblicke via Cloud, lässt sich mit OpenStack verwalten und bietet mit „PowerVM“eine zwölffach höhere Workload-Dichte als gängige Systeme von Wettbewerbern und einen Hypervisor. Dieser funktioniert laut National Vulnerabilities Database ohne, dass innerhalb der vergangenen drei Jahre eine Schwachstelle nachgewiesen werden konnte.

  • IBM Spectrum Control Storage Insights“ – Dieses Software-Defined-Storage-Angebot von IBM bietet Storage- und Daten-Management als Service in der hybriden Cloud, um die Speicherinfrastruktur on-premise zu optimieren. Storage Insights ist in weniger als einer halben Stunde einsatzbereit und vereinfacht das Speicher-Management, indem es kundenspezifisch und sicher unter anderem Storage-Ressourcen, Speicherbelegung oder auch Performance-Daten darstellt.
    Kunden erhalten diese individuellen Angaben zur Speichernutzung auf Ebene der Anwendung oder des Unternehmensbereichs. Außerdem analysiert und unterstützt die Software bei der Kapazitätsplanung, optimiert Leistungskontrolle, Speicherauslastung und Datenplatzierung, was die Speicherkosten um bis zu 50 Prozent pro Gigabyte reduzieren kann.
  • IBM XIV GEN 3“ – Mit der Software-Erweiterung „XIV v11.6.1“ wird Storage als Cloud-Service einfacher und effizienter. Integrationen in „VMWare 6.0“ und „Microsoft Azure Site Recovery“ (ASR) sorgen für eine Orchestrierung und Policy-based Steuerung der XIV-Speicherlandschaft.
    Zusätzlich hilft der IBM patentierte Real-time Compression Algorithmus (RtC), online Workload ohne zusätzliche Hardware 50 bis 80 Prozent zu komprimieren. Die Daten können aus DR-Gesichtspunkten ebenfalls komprimiert übertragen werden, was zu einer höheren Nutzung der Bandbreiten im Infrastrukturbereich führt. Mit seiner Technik für die Kompression, Replikation und das Mirroring liegt der TCO-Wert (Total Cost of Ownership) des Systems IBM XIV Gen 3 um 42 Prozent niefriger als etwa „HP 3PAR“.
  • Big Storage Technologie“ – Hinter diesem Begriff verbirgt sich die Vorschau auf einen neuen Cloud-Archivierungsservice, der Kunden das Speichern und Abrufen großer Datenmengen kostengünstig ermöglichen soll. Dieser sichere Cloud-Service für Unternehmen wird derzeit gemeinsam mit dem IBM Service Partner Iron Mountain und und Design-Partner-Kunden mit einer Vielzahl von Anwendungsfällen erprobt.
  • Rocket’s Mainframe Data Access Service on Bluemix“ – Diese Technik bietet Kunden einen einfachen, sicheren und nahtlosen Zugriff auf Daten auf dem IBM z Systems Mainframe, um via „Bluemix“ neue Mobile- und Hybrid-Cloud-Apps zu entwickeln. Ab Juni können Kunden eine kostenlose Testversion des Services nutzen.
    Sie erhalten damit universellen Zugang zu den Daten unabhängig von Ort, Schnittstelle oder Format, inklusive „VSAM“, „Adabas“, „IMS“, „CIS“ und DB2, Tape und Sys Logs. Der Datenzugang erfolgt anhand der vom Entwickler bevorzugten Methode, inklusive MongoDB APIs, JDBC, Web Services, SQL und REST Protocol via „z/OS Connect“.

Beispiele aus der Lizenzierung für Hybrid Clouds

Um die Software für Kunden interessant zu machen, die eine hybrides Cloud-Modell ansteuern, gibt es Software-Lizenzen auf einer monatlichen Basis. Der Preisrahmen für „Websphere Application Server” beispielsweise beginnt mit 166 Dollar pro Monat und Kern. Dass ein Kunde die Middleware erst kostenfrei ausprobieren kann, gehört schon fast zum Standard von Cloud-Anbietern.

Diese Form der Abrechnung erlaubt es zwischen Cloud und on-premise hin und her zu wechseln und auf einer einheitlichen Berechnungsbasis zu kombinieren. Darüber hinaus will IBM über „Pure Application Service” ein Self-Service-Portal für Kunden einrichten, über das sie ihre Infrastruktur und Lizenzen im Minutentakt ändern können.

Insgesamt gibt es sieben Kategorien für den DataCenter-Insider-Award 2015.
Insgesamt gibt es sieben Kategorien für den DataCenter-Insider-Award 2015. (Bild: VBM-Archiv)

IBM ist im Bereich „hyperkonvergente Systeme“ sowie in der Kategorie „System und Asset-Management“ für den DataCenter-Insider-Preis nominiert. Alle Leser können bis zum 31. August 2015 abstimmen, wer aus ihrer Sicht einen Preis verdient und haben die Chance ein iPhone 6 zu gewinnen.

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