Mit Komponenten der OpenPower Foundation

IBM Power Server für Big Data und Analytik

| Redakteur: Wilfried Platten

Kandidat fürs Rechenzentrum: Der Power Server IBM E870
Kandidat fürs Rechenzentrum: Der Power Server IBM E870 (Bild: IBM)

Die drei neuen Power-Systeme von IBM sind konzipiert für den Einsatz in datenintensiven IT-Umgebungen großer Unternehmen.

Bei den neuen Servern setzt IBM auf Bausteine der OpenPower Foundation. Seit ihrer Gründung Ende letzten Jahres hat sich deren Mitgliederanzahl von 5 auf 59 vergrößert.

Mit CPU und GPU

Die IBM Power S824L Server verbinden den Power8-Prozessor mit GPUs von Nvidia. Diese Technologie soll eine besonders hohe Rechenleistung ermöglichen. So können beispielsweise datenintensive Aufgabenstellungen auf dem Power8-Prozessor laufen und zeitgleich Big-Data-Anwendungen auf die GPU-Beschleuniger verlagert werden.

IBM hat vor, Enterprise-Anwendungen für Big Data dafür zu optimieren, darunter auch die DB2 Datenbank mit BLU-Acceleration. Zukünftige Versionen der IBM Power Systems sollen mit der Nvlink-Technologie ausgestattet werden, sodass Daten zwischen CPU und GPUs nicht mehr über die PCI-Express-Schnittstelle ausgetauscht werden müssen. Stattdessen können Nvidia-GPUs auf den Arbeitsspeicher der Power-CPU in voller Bandbreite zugreifen. Solche Systeme werden voraussichtlich 2016 erhältlich sein.

Scale-out

Die Modelle Power E870 und Power E880 erweitern die im April vorgestellte Reihe von Power8-basierten Scale-out-Servern. Sie sind speziell auf die Datenmengen und Rechenumgebungen großer Unternehmen ausgelegt. Die 8-Sockel-Systeme unterstützen bis zu 1.000 virtuelle Maschinen und bieten wahlweise 32, 40 oder 48 Prozessor-Kerne sowie bis zu 4 Terabyte pro Rechenknoten. Sie können mit den Betriebssystemen AIX, IBM i und Linux gefahren werden.

Mehr Power8

Zum Power8-Portfolio zählt auch die Data Engine for NoSQL. Sie vereint Komponenten der OpenPower-Mitglieder Altera (FPGAs), Canonical (Ubuntu) und Redis Labs auf dem um CAPI-erweiterten Power System S822L in Verbindung mit dem FlashSystem 840 (beides IBM). Der Einsatz eines einzigen Servers soll für den Betrieb eines NoSQL-Datenbestands mittlerer Größe genügen.

„Unser Geschäftsmodell der offenen Innovationen und unsere Herangehensweise mit OpenPower soll Alternativen zu Anbietern von geschlossenen, proprietären Lösungen, die innerhalb der Mauern eines einzigen Unternehmens produziert werden, aufzeigen“, sagt Doug Balog, General Manager Power Systems der Systems & Technology Group von IBM. „Unsere heutige Ankündigung bietet Kunden eine größere Auswahl, um anhand besserer Erkenntnisse aus Datenanalysen Geschäftsprobleme schneller lösen zu können.“

Die neuen Power-Systeme und -Lösungen werden in verschiedenen Konfigurationen und Service-Vereinbarungen erhältlich sein. Die allgemeine Verfügbarkeit ist für den 31. Oktober geplant.

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