Mehr High-speed Memory für Unternehmen von IBM

IBM kauft Texas Memory Systems

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mit 24 Terabyte in einer Höheneinheit ist nach TMS-Angaben das Produkt „RamSan-820“ das Flash-SSD-Gerät, das auf dem Markt ist. Der Vorgänger wurde unter der Bezeichnung „RamSan-720” vermarktet.
Mit 24 Terabyte in einer Höheneinheit ist nach TMS-Angaben das Produkt „RamSan-820“ das Flash-SSD-Gerät, das auf dem Markt ist. Der Vorgänger wurde unter der Bezeichnung „RamSan-720” vermarktet. (Bild: TMS)

IBM und Texas Memory Systems (TMS) haben definitiv vereinbart, dass Big Blue den Hersteller von Flash-Memory-Produkten aus Houston, Texas, kaufen wird. TMS ist in privater Hand und finanzielle Details über die Transaktion bleiben unbekannt.

Gegründet wurde TMS 1978. Seither verkauft das Unternehmen, das derzeit rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, High-Performance Storage-Produkte, die auf Flash und/oder DRAM Memory basieren.

Diese Technik steht derzeit hoch im Kurs, da sie für Solid State Systeme einen schnelleren Durchsatz verspricht als Platten- und Roboterarme leisten können. Zudem verbraucht sie weniger Energie.

Unter der Bezeichnung “RamSan” bietet TMS ein Shared Rack-mounted System und PCIe-Karten (PCIe = Peripherie-Komponenten Peripheral Component Interconnect Express).

Brian Truskowski, General Manager Systems Storage und Networking bei IBM, erläutert, dass TMS insbesondere in die IBM-Strategie „Smarter Computing“ passe. Denn das Portfolio helfe, die Performance und die Effizienz der Unternehmens-IT zu steigern. Insbesondere die Solid-State-Technik identifiziert er als „kritische Komponente“ für die Ausrichtung auf „smarter storage“ – die Flash-Speicher sollen Disk und Tape ergänzen.

Der Flah-Markt wächst enorm

Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC (Taking Enterprise Storage to Another Level: A Look at Flash Adoption in the Enterprise, Aug. 2012) wird der Markt für Solid State Storage bis 2016 deutlich wachsen und dann drei Exabyte Primärspeicher umfassen.

Sobald der Aufkauf von TMS abgeschlossen ist, will IBM die Produkte nicht nur weiter unterstützen, sondern auch darin investieren. So sollen sie sich in einer Reihe von Storage- und Server-Produkten wiederfinden, etwa in den "Pure-Systems"-Angeboten von IBM.

Die Aktie von IBM gewinnt derzeit um 0,14 Prozent und steigt auf 198,73 Dollar.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 35112330 / Hardware)