IBM eröffnet Design Studio in Deutschland

IBM-Design, auch made in Germany

| Redakteur: Ulrike Ostler

Im November wurde das erste Design-Center von IBM eröffnet - in Texas. Jetzt hat auch Böblingen eins.
Im November wurde das erste Design-Center von IBM eröffnet - in Texas. Jetzt hat auch Böblingen eins. (Bild: IBM)

Am vergangenen Freitag hat IBM im Böblinger Forschungs- und Entwicklungszentrum das erste Design-Studio des Konzerns in Kontinentaleuropa eröffnet. Designer und Entwickler arbeiten gemeinsam an Hard- und Software, um sie auf Kundenanforderungen – etwa Cloud, Analysen, mobile und social – abzustimmen.

Im deutschen IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum haben Designer zukünftig die Möglichkeit, Anwendungsszenarien, erste Prototypen von Benutzerschnittstellen und Software-Elementen der nächsten Technologiegenerationen gemeinsam mit Entwicklern zu konzeptionieren und zu diskutieren, um die einfache und zielgerichtete Anwendung sicher- zustellen. Die Räumlichkeiten des Design Studios sollen die Zusammenarbeit und die Kreativität zwischen den verschiedenen Disziplinen innerhalb der IT-Entwicklung verbessern.

Im Mittelpunkt steht dabei im Sinne von „IBM Design Thinking“ der Nutzer – unabhängig von seinen Erfahrungen oder Vorkenntnissen bei der Anwendung von Hard- und Software. Zu diesem Zweck werden alle zukünftigen Software-Angebote von IBM daraufhin entwickelt, nicht nur eine intuitive und einheitliche Nutzerführung zu bieten, sondern auch noch reibungsloser miteinander zu funktionieren.

Dirk Wittkopp, Geschäftsführer des deutschen IBM F&E Zentrums und IBM Vice President Development, sagt: „Für uns als Entwickler bietet die Methode eine exzellente Möglichkeit, das technisch Mögliche und den echten Mehrwert für den Nutzer gegeneinander abzuwägen und so Produkte auf den Markt zu bringen, die die perfekte Symbiose aus beidem bilden.“

Die Voraussetzungen und erste Ergebnisse

IBM hat in der jüngeren Vergangenheit mehr als 300 Experten in verschiedenen Disziplinen eingestellt: Von Design Research, Visual Design und User Experience Design bis hin zum Web Design.

Die ersten Produkte auf Basis der Methode sind bereits verfügbar – unter anderem „IBM Bluemix“, eine Entwicklungsumgebung in der IBM Cloud, in der Unternehmen unkompliziert auf Services von IBM und Geschäftspartnern zugreifen können, um eigene Cloud-basierte Anwendungen und Apps zu entwickeln. An dieser Umgebung arbeiten auch Entwickler und Designer aus dem deutschen IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum mit.

Das erste IBM Design Studio überhaupt eröffnete das Unternehmen im November des vergangenen Jahres in Austin, Texas (siehe: Video). Seither nehmen weltweit weitere Design Center ihre Arbeit auf – unter anderem in China, Großbritannien und Irland. Neben der Schaffung entsprechender Räumlichkeiten veranstaltet das Unternehmen weltweit so genannte Designcamps, ein Lernkonzept, um Design Thinking auf allen Ebenen im Unternehmen zu etablieren.

Die Vorgeschichte

IBM blickt auf eine lange Design-Geschichte zurück: Angefangen vom 8 Bar-Logo über Gebäude wie das Thomas J. Watson Research Center oder Produkte wie die ausgezeichneten „z/Enterprise“-Server oder die „Think“-Tablet-Anwendung. Die IBM Design Studios und entsprechende Initiativen werden diese Tradition mit neuen Ansätzen für Hard- und Software fortführen, um sie den zunehmenden Anforderungen im Zeitalter von Cloud, Analytics, mobile und social anzupassen.

Kreativität und Zusammenarbeit sind gefragt. Technik muss schön aussehen, leicht verständlich handhabbar sein sowie - funktionieren.
Kreativität und Zusammenarbeit sind gefragt. Technik muss schön aussehen, leicht verständlich handhabbar sein sowie - funktionieren. (Bild: IBM)

Das deutsche IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum verfügt über eines der breitesten Projektportfolios innerhalb der IBM Corporation. Die Projektpalette reicht von Hardware, Firmware und Betriebssystemen für die erfolgreichen IBM Server-Plattformen über Speichertechnologien bis hin zu vielfältiger Software für Cloud, der Strukturierung und schnellen Analyse von großen Unternehmens- wie auch social media-Datenmengen sowie der Optimierung von Geschäftsprozessen, Web-Auftritten und Rechenzentren.

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