„IBM 5 in 5“: Neuerungen, die unser Leben verändern werden

IBM als Prophet: Was in den nächsten fünf Jahren passieren wird

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

IBM forscht: Die Prognose „IBM 5 in 5“ für 2014 – paradiesische Zustände oder Fluch?
IBM forscht: Die Prognose „IBM 5 in 5“ für 2014 – paradiesische Zustände oder Fluch? (Bild: IBM)

„IBM 5 in 5“ – eine Prognose mit fünf Trends, die das Potenzial haben, das Leben der Menschen in den nächsten fünf Jahren nachhaltig zu verändern: individuelles Lernen, die Renaissance des lokalen Einzelhandels, personalisierte medizinische Behandlungsmethoden, digitale Sicherheitsbegleiter im Netz sowie eine bessere städtische Versorgung.

Die Prognose „IBM 5 in 5“ für 2014, die zum achten Mal veröffentlicht wurde, basiert auf gesellschaftlichen Trends, Marktentwicklungen und Technologien, an denen die IBM Forschungs- und Entwicklungszentren weltweit arbeiten. Wichtige Grundlage für das diesjährige „IBM 5 in 5“ ist „Cognitive Computing“, das auf Technologien des IBM Computersystems „Watson“ zurückgreift: Lernende Systeme, die es schaffen, den Menschen mit seinen Intentionen und Wünschen zu verstehen. Sie verstehen die natürliche Sprache und Semantik und interagieren mit Menschen in einer Weise, die menschlichem Denken ähnelt. Dabei lernen sie aus Fehlern und Erfolgen, ziehen Rückschlüsse und erkennen Muster.

Je mehr Informationen, ganz egal aus welchen Quellen, sie zur Verfügung haben, desto besser werden sie. Gepaart mit menschlicher Intelligenz werden damit der Zugang und der Umgang mit vorhandenen Informationen und Wissen wesentlich umfassender und selbstverständlicher.

Größere Lernerfolge durch individuelles Lernen

Bessere Bildung ist eine globale Herausforderung: Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit fast zwei von drei Erwachsenen keinen höheren Schulabschluss schaffen. Wie aber könnte man das ändern? Durch eine stärkere individuelle Förderung, lautet die Antwort. Dafür werden die Lehrer durch die Auswertung der verfügbaren Daten über einzelne Schüler entlang ihre bisherigen „Schulkarriere“ zukünftig sehr viel besser wissen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen, um sie auf dieser Grundlage gezielter fördern zu können. Ein Pilotprojekt mit einem der größten Schul-Distrikte der USA, zu dem insgesamt 170.000 Schüler gehören, nutzt beispielsweise neue Analyse-Technologien und individuell abgestimmte Lehr-Techniken, um die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Schülers weiter zu verbessern.

Lokaler Einzelhandel schlägt Online

Der Online-Handel wächst viel schneller als der Verkauf im lokalen Einzelhandel: Ersterer hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal die Eine-Milliarde-Dollar-Grenze überschritten. Das muss aber nicht so bleiben. Kluge Einzelhändler werden die Vorteile lokaler Präsenz, die Nähe zu ihren Kunden und ihrer Präsentationsmöglichkeiten vor Ort zukünftig mit dem kombinieren, was das Web und digitale Technologien zu bieten haben, zum Beispiel unter dem Stichwort Augmented Reality. Bis in fünf Jahren wird zudem dank Cognitive Computing das Verkaufspersonal zu Beratungsexperten für jedes Produkt. Außerdem werden den Kunden im Geschäft mobile Devices für ihren individuellen Einkauf zur Verfügung stehen und sie können wählen, ob sie direkt kaufen oder doch lieber online bestellen wollen.

Durch den Einsatz von Analyse-Technologien wird der Händler darüber hinaus genau wissen, was seine Kunden bevorzugen und brauchen. Damit unterstützen die Läden um die Ecke besser als jemals zuvor das individuelle Einkaufserlebnis.

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