HPE bringt das konvergente System HC 380

Hyperkonvergenz für den Mittelstand

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

Die Zwei-Node-Basis des HC 380
Die Zwei-Node-Basis des HC 380 (Foto: HPE)

Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat auf der CeBIT 2016 eine „All-in-One-Virtualisierungs-Appliance“ vorgestellt die Server und Software-definierten Speicher umfasst. Anwender können damit innerhalb von Minuten virtuelle Maschinen aufsetzen.

Es wäre ja geradezu sträflich für HPE, möchte das Unternehmen nicht auch ein gutes Stück vom Kuchen, der sich da abzuzeichnen scheint. Gartner hatte kürzlich den Markt für hyperkonvergente Systeme im Jahr 2019 auf 5,5 Milliarden Dollar geschätzt.

Ursache ist nach Ansicht der Analysten das Interesse der Anwender an kosteneffektiven und leicht zu bedienenden Servern, Desktops und hybriden Cloud-Infrastrukturen. Dem möchte HPE mit dem System „Hyper Converged 380“ (HC 380) entsprechen und dabei besonders mittelständische Unternehmen ansprechen.

Hervorgegangen aus Proliant DL380

Das System basiert eigentlich auf der HP-Brot-und-Butter-Maschine „Proliant DL380“. Die Grundkonfiguration besteht aus zwei Rack-Systemen mit jeweils 2-U-Normbauhöhe. Direkt damit lassen sich bis zu 14 gleich hohe Erweiterungen verbinden, so dass sich eine maximale Ausbaufähigkeit von 16 Knoten ergibt.

Jedes System arbeitet mit zwei Intel-Prozessoren des Basis-Typ „Xeon E5“. Der minimale Arbeitsspeicher hat 128 Gigabyte Kapazität, die Oberkante ist 1,5 Terabyte. Die im laufenden Betrieb austauschbaren Festspeicher rangieren von 3,5 bis 25,2 Terabyte, entweder als klassische Harddisk oder als SSD. Die Vernetzung erfolgt mit zehn oder einem Gbit. Natürlich sind Stromversorgung und Lüftung redundant ausgelegt.

Virtualisierung auf VMware-Basis

Die Virtualisierung basiert auf „VMware vSphere 6“, ergänzt um vCenter von gleicher Firma für das Management der virtuellen Umgebungen. Darauf aber hat HPE eine erweiterte Verwaltungssoftware aufgesetzt, die „Intuitive User Experience“ (UX). Auf diese Benutzeroberfläche lässt sich auch von PCs oder Mobilgeräten zugreifen.

Noch mehr allerdings ist UX darauf ausgelegt, Virtualisierung zu erleichtern und zu beschleunigen. Nach HPE-Angaben lassen sich virtuelle Maschinen mit fünf Klicks kommissionieren und zusätzliche Kapazitäten mittels wiederverwendbarer, anpassbarer VM-Vorlagen in 15 Minuten bereitstellen.

Einfache Benutzeroberfläche für Tagesarbeiten

Die integrierten Analysewerkzeuge sollen der inflationären Einrichtung von VMs und damit der Überprovisionierung vorbeugen. Darüber hinaus mache die Management-Umgebung es möglich, Updates von Firmware und Treibern mit drei Klicks und ohne Unterbrechung im laufenden Betrieb einzuspielen.

Um Datensilos zu eliminieren und die Komplexität der IT-Systeme zu senken, basiert der HC 380 auf „HPE Store Virtual Data Fabric“. Damit sind Daten durchgängig mobil, sowohl zwischen Systemen und Seiten, als auch mit integrierten Diensten für Unternehmensdaten, die eine durchgängige Produktivität (mit „five-nines“-Verfügbarkeit) sicherstellen. HPE vereinfacht gleichzeitig den Support und stellt einen übergreifenden Ansprechpartner für Hardware, Software, Private Clouds und VMware von HPE zur Verfügung.

Services für alle Fälle

Darüber hinaus offeriert HPE mit „Flexible Capacity“ eine Full-Service-Lösung, die IT und Support bündelt und zu vorhersehbaren, monatlichen Bezahl-Systeme zur Verfügung stellt. HPE Pre-Provisioning bietet über ein VM-Modell schnellen Zugriff und vorkonfigurierte Hardware schon bevor ein Bedarf entsteht. Nicht zuletzt können Kunden im Schadensfall mit der VSA-Technologie „HPE Store Virtual“ ihre Notfallwiederherstellungskosten senken.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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