Dells Hybrid-Storage vereint das Beste aus zwei Welten

Höhere I/O-Performance trotz sinkender Gesamtkosten

| Autor / Redakteur: Hans Schramm / Rainer Graefen

Dell Storage SC4020 All-In-One Array: Die Speicherlösung ist als Flash- oder als hybrides Array erhältlich und lässt sich bis auf 500 Terabyte ausbauen.
Dell Storage SC4020 All-In-One Array: Die Speicherlösung ist als Flash- oder als hybrides Array erhältlich und lässt sich bis auf 500 Terabyte ausbauen. (Dell)

Storage-Anforderungen steigen auch bei Mittelständlern ständig an. Hybride Speicher, die Flash-Technik mit herkömmlichen Festplatten kombinieren, bieten dafür eine geeignete Lösung.

Mittelständler haben ähnliche Anforderungen an die IT wie Großunternehmen: sie erreichen schnell einen Punkt, an dem herkömmliche Wege der Datenspeicherung und des Datenzugriffs nicht mehr ausreichen. Hier sind performantere Storage-Lösungen mit größerer Leistung und höheren Kapazitäten notwendig.

SANs bieten in solchen Situationen große Vorteile. Im Unterschied zu Direct Attached Storage (DAS) ermöglichen sie ein vereinfachtes Management, bessere Skalierbarkeit und erweiterte Funktionen wie Replikation, Snapshots für die Datensicherung und Datenkomprimierung.

Außerdem unterstützen sie besser die Datenwiederherstellung und optimieren die Storage-Betriebskosten. In Anwendungsszenarien, in denen es vor allem um einen möglichst schnellen Datenzugriff geht, kommen bei SANs immer öfter Flash-Lösungen zum Zuge.

Hybride SSD- und HDD-Arrays sind kosteneffizient

Die zunehmende Verbreitung von Flash zählt sicherlich zu den wichtigsten Trends bei den Speicherlösungen für Unternehmen. Trotz des Preisverfalls bei Flash-Speicher werden aber immer noch die Kosten als Haupthindernis für die Verbreitung dieser Storage-Technik genannt. Vor allem Mittelständler mit kleineren IT-Budgets haben ungeachtet der hohen Leistungsfähigkeit bisher auf SSDs verzichtet.

Wo SSDs bereits in ausgewählten Anwendungsszenarien zum Einsatz kommen, setzt die Mehrheit der Unternehmen auf einen hybriden Ansatz, der SSDs und HDDs in einem Storage-Array kombiniert. Dieser Ansatz bietet das Beste aus beiden Welten: Die SSD gewährleistet schnellen Zugriff und geringe Wartezeit für oft benötigte Unternehmensdaten, während die herkömmlichen rotierenden Festplatten für günstige Kosten und hohe Kapazität für die Langzeitspeicherung sorgen.

Die Erfahrungen vieler Unternehmen sprechen für diese Lösung. Hier gilt die klassische 80/20-Regel: 80 Prozent der Daten sind „kalt“ und werden nicht ständig benötigt, 20 Prozent sind „heiß“ und müssen unmittelbar verfügbar sein. Hybride Arrays können diese Regel kosteneffizient umsetzen. Insgesamt erhalten Unternehmen hier die höchste Leistung zu den geringsten Gesamtkosten – nicht zu vergessen sind dabei die Vorteile der gemeinsamen Verwaltung.

Automation und Integration in die Virtualisierung

Ein effizientes Storage-Management besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Elementen. Vollständig virtualisierte Storage-Arrays kombinieren Festplattenlaufwerke und SSDs zu einem einheitli-chen Ressourcenpool. Das Automated Storage Tiering (AST) oder Auto-Tiering geht einen Schritt weiter und verteilt die Daten nach Nutzungshäufigkeit auf Laufwerke unterschiedlicher Leistung in einem Array.

Mittelständische Unternehmen sollten deshalb SANs mit Auto-Tiering einsetzen. Sie können damit ihre IT stärker automatisieren und erhalten eine problemlos skalierbare Lösung. Die Technik unterstützt die Administratoren durch selbsttätige Datenplatzierung und verbessert die Kosteneffizienz.

Weitere Entlastung bringen SANs mit Schnittstellen zu der im Unternehmen eingesetzten Virtualisierungslösung. Durch Unterstützung der vStorage API for Array Integration (VAAI) von VMware kann beispielsweise Thin Provisioning vom Server auf das SAN ausgelagert werden.

Neue Flash-Speicher senken Kosten

Auf dem Markt erscheinen regelmäßig neue SSD-Typen mit immer größeren Kapazitäten. Deshalb ist bei der Auswahl eines neuen Storage-Netzwerks ein Punkt besonders wichtig: Das SAN sollte sich problemlos aufrüsten lassen.

Aktuelle SSDs nutzen 3D-NAND-Chips mit Triple-Level-Cells (TLC). Diese TLC-SSDs kosten in etwa so viel pro Gigabyte wie eine 15K-HDD, sind aber bis zu 24-mal schneller. Außerdem ist bei diesen Laufwerken die Schreibdichte gegenüber MLC-SSDs auf das Sechsfache erhöht.

Zudem ist der Umstieg auf eine reine Flash-Lösung jederzeit möglich und kann schrittweise erfolgen. Dadurch passen hybride Storage-Lösungen besonders gut zu mittelständischen Unternehmen mit kleinem Budget.

Storage-Lösungen wie die Dell Storage SC Series Arrays überzeugen durch ihre Flexibilität. Neben dem klassischen Hybridansatz mit Flash und Festplatten sind darüber hinaus auch optimierte Flash-Only-Lösungen möglich. Dabei werden TLC- und MLC-Laufwerke kombiniert, sodass dank Auto-Tiering die Gesamtkosten trotz maximaler SSD-Performance gesenkt werden können.

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