Auch kleine Systeme sollen nicht ausfallen

Hochverfügbarkeit in Klein- und Kleinst-Rechenzentren

| Autor / Redakteur: Ariane Rüdiger / Ulrike Ostler

Hochverfügbarkeit gehört verstärkt auch in kleine Rchenzentren; jetzt gibt es dedizierte Hardware und Software, die diese Zuverlässigkeit bezahlbar machen.
Hochverfügbarkeit gehört verstärkt auch in kleine Rchenzentren; jetzt gibt es dedizierte Hardware und Software, die diese Zuverlässigkeit bezahlbar machen.

Hochverfügbarkeit war früher vor allem für High-End-Anwendungen wichtig und verschlang oft viel Geld. Doch heute sind auch Mittelständler extrem DV-abhängig und wollen deshalb stets verfügbare Rechner – der Markt reagiert mit bezahlbaren Lösungen.

Webshops haben nie geschlossen. Die Produktion von Gütern läuft mittlerweile in vielen Unternehmen, egal, wie groß sie sind, rund um die Uhr. Wenn Geschäftspartner einer Firma auf der ganzen Welt verteilt sind und zum Beispiel auf Web- oder EDI-Systeme ihres Partners zugreifen wollen, kann der sich keine Ausfälle leisten.

Die Konsequenz: Hochverfügbarkeitslösungen sind somit auch im Mittelstand und sogar in Klein-Unternehmen eine Option, wo man früher aus Kostengründen kaum davon zu träumen wagte.

Gemessen wird der Grad der Verfügbarkeit normalerweise in Prozenten – je mehr Neunen nach dem Komma, desto weniger Ausfall. Früher stand nicht einmal vor dem Komma eine Neun und bei etwa 98 Prozent kann man von hoher Verfügbarkeit beim besten Willen nicht mehr sprechen.

Doch was für die eigene IT gilt, beanspruchen Dienstleister mindestens. Virtualisierte VMware-Server kann man beispielsweise beim Münchner -Anbieter Spacenet mit einer Verfügbarkeitsgarantie von 99,5 Prozent pro Monat nutzen. Das bedeutet in diesem Zeitraum einen Ausfall von maximal 3,5 Stunden (60 Minuten mal 24 Stunden mal 30 Tage, geteilt durch 200).

Am Stück oder geschnitten?

Die Angabe „pro Monat“ ist hier nicht ganz unwesentlich, denn pro Jahr würde 99,5 Prozent bedeuten, dass das System 3,5 *12 = 42 Stunden und damit schon rund anderthalb Tage ausfallen dürfte. Ob diese anderthalb Tage sich fein säuberlich auf das ganze Jahr verteilen oder am Stück anfallen, darüber sagt eine Jahres-Verfügbarkeitsangabe nichts. Und anderthalb Tage Ausfall können gegenüber einigen Stunden schon erheblich mehr Schaden anrichten.

Derartige Werte sind aber noch keine „echte“ Hochverfügbarkeit. Streng genommen, liegen die höchsten hier in der Unternehmenspraxis realisierten Leistungen bei den berühmten „Five Nines“ – , sprich: aufs Jahr gerechnet etwas über fünf Minuten Ausfall.

Doch derart aufwändige Lösungen sind nur für Banken und ähnliche stark Echtzeit-fokussierte Anwender sinnvoll. Diese Anwender kommen aufgrund des gewaltigen Schadens, der ein Ausfall produzieren würde, um große Aufwendungen nicht herum. Bei den meisten Mittelständlern jedoch würde ein solcher das Budget schlicht überschreiten.

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