Hortonworks und das Release Data Platform 2.1

Hadoop - das Big-Data-Betriebssystem

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das Maskottchen von Hortonworks ist ein grün gewandeter Elefant.
Das Maskottchen von Hortonworks ist ein grün gewandeter Elefant. (Bild: Ulrike Ostler)

„Hadoop ist das Big-Data-Betriebssystem.“ Die Aussage vom Forrester-Analysten Mike Gaultieri macht das Open-Source-Framework für die Haltung und Verarbeitung multi-strukturierter Daten zu einem must-have – eine Steilvorlage für den Distributor Hortonworks, der gerade frisches Kapital bekam und seinen „Hadoop Summit“ hielt.

Die Grundlage jeder Hadoop-Diskussion ist derzeit die Apache-Versionen 2.x (siehe: Hadoop-Releases von Apache). Zu den wichtigsten Distributoren gehören laut Forrester Research MapReduce Technology, Cloudera und Hortonworks (siehe: Abbildung Forrester Wave „Big Data Hadoop Solutions, Q1 2014“). Insgesamt untersuchten die Analysten neun Angebote, auch von Amazon (AWS), IBM, Intel, Microsoft, Pivotal Software und Teradata nach insgesamt 32 Kriterien.

Der Forrester-Wave-Breicht über "Big Data Hadoop Solutions" stammt aus diesem Frühjahr.
Der Forrester-Wave-Breicht über "Big Data Hadoop Solutions" stammt aus diesem Frühjahr. (Bild: Forrester)

Daraus dürften nun bereits acht geworden sein, lässt doch Intel seine eigene Hadoop-Entwicklung zugunsten der von Claudera fallen. Seit dem 1. April ist klar, dass Intel mit rund 740 Millionen Dollar in das Unternehmen einsteigt und damit 18 Prozent der Firmenanteile erwirbt.

Insgesamt schließt das Unternehmen damit eine Finanzierungsrunde mit Investitionen in der Höhe von 900 Millionen ab. Von Claudera wird erwartet, dass die Firma in Laufe des Jahres an die Börse geht und dann etwa 4,1 Milliarden Dollar schwer sein wird.

Hortonworks contra Cloudera

Dagegen nimmt sich die Kapitalaufnahme von Hortonworks, das rund 300 Mitarbeiter beschäftigt und in Palo Alto ansässig ist, geradezu bescheiden aus. Das Yahoo-Spin-off schloss in diesem Monat eine Finanzierungsrunde mit 100 Millionen Dollar ab. Investiert haben etwa Black Rock and Passport Capital. Auch Hortonworks-CEO Rob Bearden stellt einen Börsengang in Aussicht – noch in diesem Jahr, spätestens aber 2015.

Doch die Höhe der Kapitalaufnahme ist nicht der einzige Unterschied zwischen den beiden Firmen. Shaun Conolly, Vice President Corporate Strategy bei Hortonworks, sieht im Wesentlichen zwei Unterschiede:

  • Hortonworks orientiere sich ganz eng am Apache-Standard, versioniere und paketiere lediglich die diversen Tools, die rund um das Hadoop Distributed File System (HDFS) entstehen, zu einer Plattform, während Cloudera sich vom Standard entferne und Eigenentwicklungen mit der Distribution verknüpfe.
  • Hortonworks biete seine Distribution als Ergänzung zu traditioneller Datenhaltung an. „Wir sind kein Ersatz für Oracle“, sagt Conolly. Daher aber fiele es Unternehmen wie Microsoft, SAP, Teradata, HP und SAS leicht, zum Hortonworks-Partner zu werden, um diese Distribution zum Teil gar als OEM-Produkt zu vermarkteten. Anderenfalls müssten diese Unternehmen befürchten, sich einen Kuckuck ins Nest zu holen. Und Cloudera positioniere seine Hadoop-Platform als preisgünstigen Ersatz etwa für relationale Datenbanken.

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