Hackerziel Nr. 1 und Ende des Support

Gute Gründe, sich von XP zu verabschieden

| Redakteur: Ulrike Ostler

Geahnt oder gar gewusst hat es jeder, der mit Computern zu tun hat: Die Infektionsrate von Windows XP ist höher als von anderen Microsoft-Betriebssystemen. Doch hier zeigt sich anschaulich, wie viel höher. Die Anfälligkeit und der auslaufende Support sollten Grund genug sein, das Betriebssystem endlich los zu werden - sagt der Hersteller.
Geahnt oder gar gewusst hat es jeder, der mit Computern zu tun hat: Die Infektionsrate von Windows XP ist höher als von anderen Microsoft-Betriebssystemen. Doch hier zeigt sich anschaulich, wie viel höher. Die Anfälligkeit und der auslaufende Support sollten Grund genug sein, das Betriebssystem endlich los zu werden - sagt der Hersteller. (Bild: Microsoft)

Der aktuelle Security Intelligence Report zeigt: Windows XP ist nicht nur das unsicherste aller Microsoft Betriebssysteme, seine Nutzung wird auch immer risikoreicher. Im Vergleich zur 64-Bit Version von Windows 8 sind Windows XP Rechner mehr als 56mal häufiger Opfer von Malware und schädlicher Software, Tendenz steigend.

Windows XP ist nicht nur anfälliger für Malware, auch der Produkt-Support läuft in weniger als einem Jahr aus. Spätestens ab dem 8. April 2014 werden Sicherheits-Updates, Aktualisierungen und auch der technische Support für das Betriebssystem nach fast 13 Jahren eingestellt.

Die RTM -Version von Windows 7, zeigt die höchste Rate an fehlendem Malware-Schutz, auch im Vergleich zu Windows XP. Demenstprechend hoch ist auf die Infektionsrate unter den unzureichend geschützten Computern.
Die RTM -Version von Windows 7, zeigt die höchste Rate an fehlendem Malware-Schutz, auch im Vergleich zu Windows XP. Demenstprechend hoch ist auf die Infektionsrate unter den unzureichend geschützten Computern. (Bild: Microsoft)

Der Security Intelligence Report stützt sich auf Daten von mehr als 600 Millionen Computern weltweit. Doch auch hierzulande empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik einen Umstieg auf ein aktuelleres Betriebssystem.

Hier heißt es: „Die weitere Nutzung des heute noch weitverbreiteten Windows XP stellt nach diesem Zeitpunkt ein grundsätzliches Risiko dar.“ Denn bekannte Schwachstellen würden nach der Beendigung des Support nicht mehr geschlossen und könnten leicht von Angreifern ausgenutzt werden. „Daher empfiehlt das BSI, spätestens bis zum Zeitpunkt des Endes der Herstellerunterstützung auf ein alternatives aktuelles Betriebssystem dieses oder eines anderen Herstellers zu wechseln.“

Microsoft unterstützt Partner, Unternehmen und Privatanwender auf unterschiedlichen Wegen, um veraltete Windows-Versionen reibungslos zu aktualisieren. So finden sich im Rahmen der „Get2Modern“-Kampagne Angebote für „Windows“ und „Office“. Firmen erhalten mit „Microsoft Open“-Lizenzen, die derzeit noch „Windows XP Professional“ nutzen, bei einem Upgrade auf "Windows 8 Pro" und "Office 2013" einen Rabatt in Höhe von 15 Prozent. Das Angebot gilt bis 21. Juni 2013.

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