Canonical veröffentlicht erste Vorabversionen aller "Derivate" der kommenden Ubuntu-Version 14.10

Gebloggt: Ubuntu-Version 14.10 auch mit Mate-Flavour

| Redakteur: Thomas Drilling

Drillings Open-Source-Eck
Drillings Open-Source-Eck (Bild: Thomas Drilling)

Ab sofort stehen erste Alpha-Versionen der einzelnen Varianten der kommenden Ubuntu-Version 14.10 (Utopic Unicorn) zum Herunterladen zur Verfügung. Erstmals soll es Ubuntu auch in einer Variante mit Mate-Desktop geben. Von Ubuntu selbst gibt es schon seit einiger Zeit keine Alpha-Version mehr. Stattdessen veröffentlichen die Entwickler hier tägliche frische Images.

In eigener Sache mal ein Desktop-Thema: bei Unternehmens-Kunden, die auf Linux am Arbeitsplatz setzen, empfehle ich trotz der Tatsache, dass auf Server-Seite kein Weg an Red Hat / Fedora vorbei führt, normalerweise Kubuntu. Künftig kommt mit Ubuntu Mate Remix eine weitere interessante Variante ins Spiel.

(Xxz)Ubuntu 14.10 Alpha 1

Vor wenigen Tagen haben die Ubunut-Entwickler auf der Ubuntu-Mailingliste  die Verfügbarkeit derVorabversion aller Derivate des nächsten Ubuntu-Releases14.10 angekündigt. Dabei soll es die erste Version nach dem aktuellen Longterm-Release 14.04 zum ersten mal auch in einer Variante mit MATE-Desktop geben. Nähere Informationen zu Utopic Unicorn gibt es im Ubuntu-WIKI.

Offiziell soll Ubuntu 14.10 am 16. Oktober erscheinen und ist dann in den Desktop-Geschmacksrichtungen Ubuntu Classic, Kubuntu, Lubuntu, Ubuntu Gnome,  UbuntuKylin und in der Variante Ubuntu-Cloud verfügbar. Letztere lässt sich unter Amazon EC2, OpenStack oder anderen Cloud-Umgebungen nutzen. Erstmals soll es dann auch eine Version Ubuntu Mate mit MATE-Desktop geben.

Ubuntu Mate

Die Version mit dem Gnome-2-Fork Mate richtet sich vornehmlich an Nutzer, die Ubuntu grundsätzlich gut finden, sich aber nicht mit Unity anfreunden können. Mate dürfte neben den Ubuntu-Varianten mit den ressourcenschonenden Minimal-Desktops LXDE (Lubuntu) und XFCE (Xubuntu) auch für Unternehmensnutzer interessant sein, den Mate, alias Gome2 orientiert sich mit seiner Bediener-Metafer noch am ehesten an Windows, was die Umstiegshürde in Unternehmen senkt. KDE in Kubuntu ist mit seinen riesigen Funktionsumfang und den umfassenden Konfigurationsumfang für Unternehmen trotz der inzwischen erreichten Reifte nicht immer der attraktivste Desktop. Zwar handelt es sich bei Mate derzeit noch nicht um einen offiziellen Ubuntu-Flavour, einem Google+-Post von Mark Shuttleworth zu Folge stehen die Chancen aber gut, dass sich das bis zum Erscheinungstermin im Oktober noch ändern wird.

Mate intern

Für Mate-Kernner nicht neu ist, dass die alten Gnome2-Anwendungen inzwischen größtenteils anders heißen. So hört der Dateimanager zum Beispiel auf den Namen Caja und kennt auch einen zweigeteilten Fenster-Modus. Mates Dokumentenbetrachter heißt beispielsweise Atril. Ansonsten orientiert sich die Softwareausstattung weitgehend am Ubuntu-Standard, umfasst selbstverständlich auch LibreOffice und ist weitgehend auf einem aktuellen Stand. Die Mate-Alpha-Version lässt sich von der Ubuntu-Mate-Projektseite http://ubuntu-mate.org/blog/ubuntu-mate-remix-alpha1/herunterladen.

Kubuntu

Für die kommende Kubuntu Version 14.10 haben die Entwickler selbstverständlich die kommende KDE-Generation Plasma 5 im Fokus. Für die momentan verfügbare Alpha-Version von Kubuntu halten die Entwickler Plasma 5 allerdings noch nicht für stabil genug und setzen vorerst weiter auf Plasma 1.