Red Hat gibt den Launch seines neuen Red Hat ARM Partner Early Access Programs bekannt.

Gebloggt: Standards für 64Bit-ARM-Hardware in Rechenzentren

| Redakteur: Thomas Drilling

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Red Hat hat mit zahlreichen Partnern aus dem Hardware-Sektor ein neues Programm aufgelegt, dass eine Standardisierung bei der Entwicklung von ARM-basierten Servern für die 64-Bit-Architektur fördern soll.

Mit dem Programm ARM Partner Early Access will der einflussreichste Open-Source-Anbieter Standards für den Einsatz von 64-Bit-ARM-Hardware in Rechenzentren voran bringen. Das Programm adressiert gleichermaßen unabhängige Hardware-Hersteller (IHVs), original equipment manufacturers (OEMs) und original design manufacturers (ODMs). Bisher sind bereits führende Hersteller des ARM-Ökosystems wie AMD, American Megatrends, AppliedMicro, Broadcom, Cavium, Dell, HP, Linaro und ARM Holdings im Boot.

ARM Partner Early Access

Zu einem der primären Ziele des Programms gehört es laut Ankündigung von Red Hat, Hardware-Partnern möglichst frühzeitig Zugriff auf neueste Red-Red-Entwicklungen für 64-Bit-ARM-Software zu gewähren. Das Programm soll aber auch allgemein die Zusammenarbeit bei der Definition einer Entwicklungsplattform für standardisierte Rechencenter-Software für die angestrebte Hardwarelösung angeregt werden.

Die Zeit ist reif

Im Verlauf der Evolution des ARM-Ökosystems hat Red Hat nach eigener Angabe kontinuierlich daran gearbeitet, einen Open-Source- und Industrie-Standard als integrale Komponente dieser Architektur zu etablieren. Mit fortschreitender Reife der ARMv8-A-64-Architektur sieht Red Hat nun auch im Server-Segment die Zeit für einen Wechsel von Intel-basierter Hardware auf die deutlich energieeffizientere ARM-Plattform für gekommen. Daher unterstützt Red Hat auch seit Anfang diesen Jahres ARMs Server Base System Architecture (SBSA). Damit findet sich Red Hat in illustrer Gesellschaft von Microsoft, Canonical, Suse, Citrix, Linaro, AMD, Dell und HP, die ebenfalls SBSA-Förderer sind. So orientiert sich beispielsweise AMDs Opteron A1100, ein 64-Bit Server-ARM-SoC, von dem erst gestern ein erstes Entwicklerkit veröffentlicht wurde, an der SBSA. Das lässt sich mit Red Hats zeitgleich angekündigtem Fedora für ARM 64-Bit als Betriebssystem verwenden, sodass Entwicklern vom Start weg die gängigen GNU-Werkzeuge, der Apache-Webserver, die Datenbank MySQL, PHP, sowie Java 7 und Java 8 zur Verfügung stehen.

Größere Flexiblität für Chip-Hersteller

Die AMD-Plattform bietet zwar gegenüber Intel momentan Vorteile in der Energie-Effizienz, doch hier wird Intel absehbar nachziehen. Für die ARM-Plattform spricht aber mittelfristig die größere Flexibilität. So können Chip-Hersteller CPU-Kerne beispielsweise flexibler mit den gewünschten Komponenten kombinieren. Server-OEMs erhalten damit eine größere Gestaltungsfreiheit bei der Entwicklung von Micro-Servern für Rechenzentren. Da diese Gestaltungsfreiheit aber ein Nachteil für Softwarehersteller ist, die ihren Produkte im Nachhinein für verschiedene Hardware-Designs anpassen müssen, will Red Hat mit seinem neuen Programm und seinen Partner für die notwendige Standardisierung sorgen. Dazu gehören z.B. auch angepassten Werkzeugen und Dokumentationen.