Red Hat Enterprise Linux 7 Atomic Host Beta erschienen

Gebloggt: Red Hat treibt sein Container-Betriebssystem voran

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

Red Hat
Red Hat (Red Hat)

Nachdem Red Hat auf seiner im Frühjahr in San Franscisco über die Bühne gegangenen Hausmesse Red Hat Summit unter dem Projektnamen Project Atomic ein leichtgewichtiges Betriebssystem für Container angekündigt hatte, gibt es jetzt eine erste Testversion.

Das offiziell Red Hat Enterprise Linux 7 Atomic Host getaufte Betriebssystem basiert auf RHEL 7 und ist dazu konzipiert, App-Container schnell und sicher aufsetzen und laufen lassen zu können.

Im Unterschied zur schon länger verfügbaren, auf Chrome-OS basierende Container-Distribution CoreOS, die für das Management von Container-Clustern Tools wie fleet und etcd verwendet, nutzt Atomic Host dazu Googles Kubernetes-Framework. Für die notwendige Sicherheit kombiniert Atomic Host Red-Hat-affin SELinux, Control Groups und Kernel-Namespaces, was verhindern soll, dass ein kompromittierter Container andere Container oder den Host in Mitlleidenschaft ziehen kann.

Besonderheiten

Red Hat Enterprise Linux 7 Atomic Host bringt ansonsten sämtliche Tools mit, um unter RHEL 6 oder 7 laufenden Apps in Container zu packen. Das System kann gleichermassen auf Hardware oder in einer virtuellen Maschine auf den unterstützten Hypervisors vSphere oder RHEV laufen. Laut Red Hat läuft Atomic Host zudem auch problemlos in Red Hat OpenStack,  AWS oder auf Googles Compute Platform. Eine Besonderheit von Red Hat Enterprise Linux 7 Atomic Host ist, dass das System ähnlich wie CoreOS Aktualisierungen als „atomare Update“ behandelt. Atomare Updates für Atomic Host werden von Red Hat mit rpm-ostree erstellt und sind mit einem Image vergleichbar, das sich sozusagen komplett am Stück einspielen lässt. Dies ermöglicht nicht nur ein ein einfaches Aktualisieren, sondern vor allem auch ein sehr einfaches Zurückrollen des Updates, um im Problemfall zu einem sicheren Zustand zurück kehren zu können.

Laut Ansicht von Red Hat werden die bisher üblichen monolithischen Server-Software-Stacks zunehmend durch Anwendungen aus sogenannten Microservices zusammengestellt. Das Vorgehen bietet Unternehmen mehr Flexibilität. Atomic Host soll diese Entwicklung weiter begünstigen.