OwnCloud veröffentlicht erste Test-Version von ownCloud CE7

Gebloggt: ownCloud 7 nähert sich der Zielgraden

| Redakteur: Thomas Drilling

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Logo ownCloud (owncloud.com)

Das Unternehmen ownCloud hat eine erste Beta-Version der Comunity-Edition des kommendenownCloud-Releases 7.0 zum Testen freigeben.

Die zugehörige Veröffentlichungsmitteilung verspricht eine massive Anzahl neuer Features und Verbesserungen, etwa bei der Geschwindigkeit, Stabilität und der Benutzbarkeit. Die neue Version soll unter anderem mehr Verwaltungs-Optionen bieten und erlaubt Benutzen eine einfacheres Konfigurieren des Cloud-Dienstes. Dazu kommen viele neue Funktionen für Entwickler und vor allem eine bessere, einfachere und schnellere Bedienbarkeit, die aus der komplett neuen Weboberfläche resultiert.

OwnCloud 7 stellt etwa Nutzen eine neue Option zur Verfügung, die es auch ohne das Veröffentlichen, bzw. Versenden von Shared-Links erlaubt, Dateien einer Instanz direkt mit einem Anwender einer anderen ownCloud-Installation zu teilen. Darüber hinaus wird es mit ownCloud 7 möglich sein, das Teilen von Daten über Gruppen zu steuern. So kennt ownCloud 7 etwa die die Gruppen Familie oder Freunde. So könnten ownCloud-Anwender beispielsweise das Teilen nur für die Gruppe Familie aktivieren, für Freunde dagegen deaktivieren. Wird ein Verzeichnis oder eine Datei geteilt, zeigt ownCloud 7 den Namen des Anwenders im Browser an.

Neu in ownCloud 7 ist auch, dass die neue Version von ownCloud Documents Word-Dokumente für die Online-Bearbeitung konvertiert. Der Workflow sieht vor, das ownCloud Documents z. B. ein Word-Dokument zur Live-Bearbeitung durch andere Nutzern im Browser automatisch umwandelt, nach dem Speichern wieder nach Word konvertiert und einschließlich der enthaltenen Änderungen auf dem Desktop ablegt.

Die jetzt veröffentlichte Beta-Version von ownCloud 7 CE (Community-Edition) steht auf der Projektseite ab sofort zum Herunterladen zur Verfügung.

Über ownCloud

OwnCloud ist ein ursprünglich vom heutigen ownCloud-CTO und Chef-Entwickler Frank Karlitschek unter dem Dach einer KDE-Veranstaltung im Jahr 2010 gestartetes Cloud-Projekt, das es Anwendern erlaubt, Daten im Gegensatz zu Dropbox & Co auf eigener Hardware zu hosten und anderen Nutzen über gängige Web-Standards wie z. B. WebDAV transparent, schnell, sicher und komfortabel zugänglich zu machen. Die in PHP geschriebene Software entwickelte sich rasant zu eine Unternehmens-Plattform weiter, die ein flexibles Synchronisieren von Kontakten, Kalender und Lesezeichen, sowie das Teilen und Bearbeiten von Dateien auf verschiedenen End-Geräten über eine einfach zu bedienende Weboberfläche erlaubt.

ownCloud Enterprise

Das aufgrund der Popularität inzwischen hinter der Software stehende gleichnamige Unternehmen ownCLoud Inc. konnte unter anderem im Jahr 2012 rund 2,5 Millionen US Dollar Risikokapitel einsammeln und konzentriert sich seitdem ganz auf die Vermarktung, bzw. den Support von und für die kommerzielle Variante OwnCloud Enterprise, während die zu freien Download verfügbare, in der Regel rund 3 Monate früher erscheinende Community-Version unter anderem auch als Experimentier-Plattform genutzt wird.

Die Enterprise-Variante bietet zusätzliche, für den Unternehmenseinsatz präferierte  Funktionen und Erweiterungen, wie etwa einen LDAP-Assistenten, sowie erweiterte Sicherheitsfunktionen. So verfügt ownCloud Enterprise beispielsweise seit der auf der diesjährigen CeBIT vorgestellten, aktuellen Version 6 über eine so genannte File Firewall. OwnCloud kümmert sich nicht um die benötigten Backend-Technologien, bzw. setzt diese voraus. Insofern lässt sich die Server-Komponente der Software wahlweise auf einem lokalen Linux- oder Windows-Server, aber auch auf einem vServer- oder Root-Server installieren. Darüber hinaus steht ergänzend zum Web-Client eine native Client-Software für Linux, Windows und Mac OS zur Verfügung.