Das OpenStack-Team hat eine neue Version 2014.2 (Juno) seiner offenen IaaS-Cloud-Plattform fertig

Gebloggt: OpenStack Juno

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

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OpenStack-Logo (www.openstack.org)

Wie geplant sechs Monaten nach dem letzten Icehouse-Release haben die Entwickler der OpenStack-Gemeinschaft umfangreiche Neuerungen in OpenStack Juno einfließen lassen können

Die neue Open Version 2014.2 (Juno) der Infrastructere-as-a-Service-Plattform OpenStack kommt mit zahlreichen Verbesserungen und Erweiterungen. So haben die Entwickler 342 neue Funktionen implementiert und 3200 Fehler früheren Versionen korrigiert. Die Compute-Komponente Nova besitzt jetzt beispielsweise Funktionen zur Netzwerkvirtualisierung. Aber auch bei den Komponenten OpenStack Network Service (Neutron), OpenStack Object Storage (Swift), OpenStack Block Storage (Cinder) oder den OpenStack Database service (Trove), sowie bei OpenStack Identity (Keystone) gab es viele Neuerungen. Darüber hinaus wurden nach Angabe der Entwickler über 500000 Zeilen der Dokumentation angepasst und ein neuer Architektur-Design-Ratgeber herausgegeben.

Network Functions Vitualization

So enthält OpenStack Compute (Nova) jetzt beispielsweise Funktionen, die OpenStack zu einer Plattform für Network Functions Virtualization (NFV) ausbauen sollen. NFV tangiert neben Nova aber auch viele weitere Komponenten von OpenStack. Eine weitere Verbesserung unter vielen in Nova ist Bare Metal as a Service,  als Unterprojekt von Openstack Ironic, das OpenStack Bare Metal Provisioning Program. Ebenfalls neu ist die Docker-Unterstützung mittels OpenStack StackForge.

Storage Policies bei Swift

OpenStacks Object Storage (Swift) bringt ebenfalls eine Reihe neuer Key-Features mit und unterstützt jetzt beispielsweise Storage-Policies. Speicher-Richtlinien erlauben es Anwendern  z. B.  nach  Kosten- oder Performance-Kriterien exakter festzulegen, wo Daten repliziert werden und zugreifbar sind. Neu in OpenStack Juno ist auch,  dass sich OpenStack Keystone v3, verantwortlich für das Identity Management, jetzt beispielsweise besser in bestehende Authentifizierungsstrukturen integriert.

Neue Projekte

Ferner haben die Entwickler auch einige neue Projekte integriert. So automatisiert etwa OpenStack Data Processing (Sahara) das Verwalten von Clustern mit Hadoop und Spark beim Verarbeiten sehr grosser Datenmengen.  Auch andere neue Projekte wurden in den Inkubator aufgenommen: OpenStack Barbican kümmert sich etwa um ein zentrales Verwalten von Schlüsseln,  OpenStack Manila integriert  Shared File System Services beim Zugriff auf SMB-, NFS- und CephFS-Freigaben und OpenStack Designate implementiert DNS as a Service.

Viele weitere Neuerungen lassen sich der umfangreichen Release Notes entnehmen.