Apps-Container: Azure unterstützt für das Docker-Management jetzt Google Kubernetes

Gebloggt: Microsoft Azure mit Kubernetes-Support

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

Kubernetes-Support in Azure
Kubernetes-Support in Azure (http://msopentech.com)

Googles neues Framework zum Verwalten von Docker-Containern Kubernetes lässt sich ab sofort auch mit Microsofts Azure-Cloud verwenden. Dies beschert dem Kubernetes-Management unter Azure by the way auch eine grafische Weboberfläche.

Docker boomt derzeit, wie kaum ein anderes Open-Source-Framework. Mit Docker können Nutzer Linux-Anwendungen einschließlich der jeweiligen Abhängigkeiten in Container verpacken. Diese lassen sich dann unabhängig von der Ursprungsplattform problemlos weitergeben und ausführen. Öffentliche Repositories wie Docker-Hub bieten inzwischen eine riesige Auswahl freier und kostenpflichtiger Docker-Apps. Docker Apps sind im Vergleich mit gewöhnlichen VMs wesentlichen genügsamer in ihrem Ressourcenverbrauch und starten schneller. Der Konfigurationsaufwand zum Erstellen von Docker-Apps ist allerdings zu Anfang nicht unerheblich.

Google Kubernetes mit Azure

Hierbei verspricht Google mit seinem Kubernetes-Projekt Abhilfe. Google hatte sein Open-Source-Framework zum Verwalten von Docker-Containern erst im Juni diesen Jahres vorgestellt. In Kubernetes steckt viel von Googles Know How im Zusammenhang mit Linux-Containern. Jetzt hat Microsoft bekannt gegeben, dass die eigene Cloud-Plattform Azure nun ebenfalls Googles Kubernetes-Framework unterstützen soll. Die Azure-Unterstützung für Kubernetes wurde von der Microsofts Tochter MS Open Technologies entwickelt. Azure-Anwender können somit ab sofort Kubernetes zum Importieren und Verwalten von Docker-Containern nutzen.

Kubernetes Visualizer

Bei der Gelegenheit haben die Microsoft-Entwickler auch den unter der Apache-Lizenz stehenden Azure Kubernetes Visualizer in Azure veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine mit Node.js realisierte Webanwendung. Die erzeugt automatisch eine Pod-Definition und einen Replikations-Controller.  Beide müssen Kubernetes-Nutzer bei unter Docker laufenden Clustern verwenden. Der Azure Kubernetes Visualizer visualisiert wie der Name schon suggeriert exakt, was sich im Cluster tut. Ferner können Nutzer die Pod-Definition und die Replikations-Controller-Konfiguration bearbeiten und dann nachvollziehen, wie Kubernetes die Cluster-Konfiguration aktualisiert. Microsoft kommentiert die Funktion im zugehörigen Blog-Eintrag mit:“Diese Demo-Anwendung visualisiert, was genau im Kubernetes-Cluster passiert, in dem sie zeigt, wo all die Workloads laufen. Das hilft vor allem, zu verstehen wie Kubernetes arbeitet und zeigt auch, wie der Scheduler arbeitet.”

Was bereits funktioniert

Mit dem neuen Kubernetes-Support in Azure kann der Nutzer jetzt beispielsweise einen Container erstellen und diesen anschließend auf Azure Storage veröffentlichen. Außerdem ermöglicht der neue Kubernetes-Support das Installieren eines Azure-Clusters wahlweise mit Hilfe von Container-Images aus Azure Storage oder aus Docker Hub. Laut Microsoft ist es außerdem möglich, ein Update einer vorhandenen Kubernetes-Anwendung auf einen Azure-Cluster durchzuführen. Von letzterer Option dürften in erster Linie Nutzer profitieren, die bereits einen Kubernetes-Cluster aufgebaut haben. Laut einem Blog-Eintrag von Microsoft lassen sich bis zu 200 Anwendungen mit einem Kubernetes Cluster Node auf Azure parallel betreiben. Au dem Blog-Eintrag geht aber nicht hervor, ob Microsoft auch Linux als Gastsystem für Docker unterstützten will.

Mit der Azure-Unterstützung für Kubernetes reagiert Microsoft unverkennbar darauf, dass Gooogle selbst in seiner Google Compute Engine Support für Kubernetes anbietet, die ja zu Azure in Konkurrenz steht.