NoSQL-Datenbank Cassandra 2.1 mit mehr Performance

Gebloggt: Key-Value-Store Cassandra in neuer Hauptversion erschienen

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

Drillings Open-Source-Eck
Drillings Open-Source-Eck (Bild: Thomas Drilling)

Cassandra ist eine verteilte NoSQL-Datenbank, mit der sich sehr große, strukturierte Key-Value-Datenbanken verwalten lassen. Value-Stores wie Cassandra kombinieren bei ihrer Datenmodellierung die Vorteile von Spaltenindizes und log-strukturierten Updates.

Auf dem heute in San Francisco zuende gegangenen Cassandra Summit 2014 hat die Apache Softare Foundation eine neue Version 2.1 der verteilten NoSQL-Datenbank Cassandra  veröffentlicht.

Von Ebay bis Sky

Cassandra erschient erstmals im Jahr 2008 und ist seit 2009 ein Projekt der Apache Software Foundation und steht demzufolge unter der unter der Apache License 2.0. Die in Java implementierte, verteilte NoSQL-Datenbank wird weltweit von über 1500 prominenten Web-Service-Anbietern oder Forschungseinrichtungen eingesetzt, darunter zum Beispiel das CERN, Ebay, Github, Easou, Comcast, Netflix, Sky oder Spotify.

Das kann Cassandra

Die wichtigsten Merkmale von Cassandra sind linearer Skalierbarkeit und eine sehr hohe Ausfallsicherheit. Daher eignet sich Cassandra unter anderem für Big Data-Anwendungen. Cassandra bietet Unterstützung für synchrone und asynchrone Replikationen, Transaktionen und Trigger. Als verteiltes System kann Cassandra Daten in Clustern speichern und auf mehrere Datacenter verteilen, wobei die dafür erforderlichen Replikationsmechanismen sowohl der Erhöhung der Datensicherheit dienen, als auch Hochverfügbarkeit gewährleisten, sodass einzelne Server ohne spürbare Beeinträchtigungen ausfallen können.

Neues in Cassandra 2.1

In Cassandra 2.1 konnten die Entwickler nach eigener Angabe die Performance im Vergleich zum Vorgänger  um 50 Prozent steigern. Die Einführung von Tupeln für die Cassandra Query Language 3 (CQL3), sowie benutzerdefinierte Typen erlauben in Cassandra 2.1 zudem völlig neue Datenmodellentwurfsmuster und Anwendungsszenarien. Laut Aussage der Apache Software Foundation ist Cassandra 2.1 zudem die erste Version, die sich auch unter Windows produktiv einsetzen lässt. Cassandra 2.1 lässt sich als tar.gz-Archiv von der Projektseite herunterladen.