HP baut mit der Übernahme von Eucaplytus seine Position im Cloud-Business aus

Gebloggt: Hewlett Packard kauft Eucalyptus

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

Marten Mickos, CEO MySQLAB
Marten Mickos, CEO MySQLAB (wired.com)

HP hat bekannt gegeben, die Open-Source-Software zum Aufbau hybrider Infrastruktur-Cloud-Umgebungen (IaaS) Eucalyptus zu übernehmen. Im Zuge der Akquisition sollte der ehemalige Chef von MySQLAB Marten Mickos und jetzige CEO von Eucalyptus auch das künftige Cloud-Geschäft von HP leiten.

Laut einer Meldung von HP kauft das Unternehmen das 2007 aus einem Projekt an der University of California in Santa Barbara hervor gegangene gleichnamige Startup-Unternehmen Eucalyptus. Eucalyptus ist neben Open Nebula, Cloudstack und OpenStack eine der 4 großen quelloffen verfügbaren IaaS-Lösungen. Während Open Nebula und Eucalyptus auf Forschungsprojekten entstanden sind, waren CloudStack und OpenStack vom Start weg Community-Projekte, wenngleich mit jeweils mächtigen Sponsoren. Eucalyptus zeichnete sich von Anfang an durch seine Kompatibilität mit Amazons Web Services (AWS) aus.

Was hat HP mit Eucalyptus vor?

Was der Hardware-Spezialist HP mit der Übernahme von Eucalyptus plant, bleibt nebulös, ebenso wie die finanziellen Umstände der Akquisition, über die beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart haben. Eucalyptus war gegenüber OpenStack und CloudStack hinsichtlich der Nutzerzahl zuletzt deutlich ins Hintertreffen geraten, zumal mit VMwares vCloud Director und Amazon auch noch gewichtige kommerzielle Anbieter im IaaS-Business mitmischen. Hinzu kommt, dass sich HP auch bei OpenStack engagiert und bei seinem Cloud-Portfolio HP Helion auf OpenStack setzt.

Personalien

Nach Vollendung der Übernahme soll Eucalyptus´ bisheriger CEO Marten Mickos bei HP als Senior Vice President und Hauptverantwortlicher für das auf OpenStack basierende Cloud-Portfolio fungieren. Mickos ist kein Unbekannter in der Open Source-Szene und was früher u. a. Chef bei MySQLAB. Martin Fink, der jetzige Leiter von HPs Cloud-Business, soll aber seinen Posten als Chief Technology Officer (CTO) und Leiter der HP Labs behalten, sich aber vorrangig um neue Technologien wie HPs revolutionäre Computerarchitektur The Machine kümmern, an der das Unternehmen seit 2008 arbeitet. Ferner soll Fink weiter Chef für HPs NFV-Geschäft (Network Functions Virtualization) bleiben.

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