Großrechner und offene Systeme wachsen zusammen

Fujitsu treibt Entwicklung von x86-Mainframes voran

07.07.2011 | Autor / Redakteur: Michael Hase / Ulrike Ostler

Auch heute im Herzen verteilter DV-Strukturen vieler Unternehmen: der Mainframe. Bild: Gerd Altmann/Pixelio

Mainframes erweisen sich als erstaunlich langlebig und flexibel. Die jüngsten Entwicklungen von Fujitsu und IBM zeigen einen Trend zur Konvergenz mit offenen Systemen. Fujitsu hält es gar für möglich, dass sich der Großrechner zu einem reinen Software-Konzept entwickelt, das auf Standard-Hardware betrieben wird. Mit dem Modell „SQ2000“ bietet der Hersteller ein Einstiegssystem auf Basis von x86-Prozessoren an.

Wie oft wurde diese Produktkategorie nicht schon totgesagt! Stewart Alsop, damaliger Chefredakteur des Branchentitels „InfoWorld“, legte sich 1991 sogar auf ein konkretes Datum fest: Am 15. März 1996 werde der letzte Mainframe abgeschaltet.

Allen Abgesängen zum Trotz ist das als Dinosaurier abgetane System noch erstaunlich lebendig. Mitte des vergangenen Jahres brachte Fujitsu die High-End-Modelle „S175“ und „S210“auf den Markt.

IBM launchte im September 2010 mit der „zEnterprise“-Serie eine komplett neue Produktgeneration. Seit Anfang dieses Jahres liefert Fujitsu das Mittelstands-System „SQ200“ aus. Und beide Hersteller sind weit davon entfernt, die Produktion von Großrechnern einzustellen.

Übergänge zum Großrechner

Allerdings hat sich der Mainframe über die Zeit gewandelt und immer wieder technologische Entwicklungen aufgesogen. Bei den jüngsten Innovationen zeichnet sich eindeutig ein Trend zur Konvergenz ab: Die Welt der Großrechner und andere Systemwelten wachsen zusammen.

So lassen sich mit der Management-Konsole des „zEnterprise“-Servers auch andere Plattformen wie „Power“- und x86-Systeme verwalten. Fujitsu bietet inzwischen mit der SQ-Linie sogar einen Mainframe an, in dem x86-Prozessoren die Rechenarbeit verrichten.

Eine Besonderheit des „Business Server SQ200“ ist es, dass auf der Hardware neben dem Großrechner-Betriebssystem „BS2000/OSD“ auch „Linux“ und „Windows“ laufen können. Alle drei Plattformen werden über ein einziges Tool administriert. Das Konzept soll es für Anwender einfacher machen, Großrechner innerhalb heterogener IT-Landschaften zu betreiben.

weiter mit: Der Mainframe hält Schritt

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2052242 / Make IT Dynamic)