Mainframe schiebt Daten nun auch aufs NAS

Fujitsu erneuert sein Mainframe-Betriebssystem BS2000/OSD

31.10.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Die neuen Net-Storage-Möglichkeiten sind rot eingezeichnet. Bild: Fujitsu

Mit der aktuellen Version 9.0 bringt Fujitsu ab Ende Juni 2012 eine wesentlich überarbeitete Version seines Mainframe-Betriebssystems „BS2000/OSD“ auf den Markt. Die Anwender sollen von einer vereinfachten Steuerung sowie einem weitgehend Operator-losen Betrieb profitieren. Verbessert wurde nach Unternehmensangaben auch die Storage-Integration. Die Datensicherung funktioniert beschleunigt.

Die Betriebssystemversion BS2000/OSD-BC V9.0 unterstützt alle dafür freigegebenen Server der „S“- und der „SQ“-Serie. In Kombination mit dem „SQ200 Business Server“ und dessen Nachfolgesystemen wird erstmals auch Live-Migration von BS2000-Gastsystemen unterstützt. Das ermöglicht eine unterbrechungsfreie Wartung der SQ-Systeme und eine laut Fujitsu kostensparende Anpassung der Infrastruktur-Ressourcen an den aktuellen Bedarf.

Mit dem Release 9.0 setzen die Münchner Entwickler v des Herstellers auf offene Standards. BS2000-Dateien können künftig nicht nur auf Platten und Bändern abgelegt werden, die an BS2000 Business Server anschließbar sind, sondern auch auf Speichermedien, auf die über den Internet-Standard NFS (Network File System) zugegriffen werden kann.

Das erneuerte „Net-Storage“ ist für die Anwendungen voll kompatibel und eröffnet die Möglichkeit, Performance-unkritische BS2000-Dateien auf preisgünstige NAS-Speicher mit etwas geringerer Leistung abzulegen. Darüber hinaus können Anwendungen, deren Teile auf unterschiedlichen Systemplattformen ablaufen, zum Beispiel die Präsentationsschicht auf Linux und die Geschäftslogikschicht auf BS2000/OSD, auf gemeinsam benötigte Dateien im Net-Storage direkt zugreifen.

Weniger Datei-Transfer

So lässt sich das Erstellen und Pflegen von plattformspezifischen Dateikopien über File Transfer vermeiden. Die angekündigte Version 9.0 bindet außerdem LTO-5 Magnetband-Kassettengeräte an und unterstützt die LTO-5 Laufwerks-Verschlüsselungsfunktion.

Wie Der Hersteller mitteilt, wurden die Möglichkeiten, mit Parallel Access Volume (PAV) Alias-Plattengeräte zu definieren und so die Platten-Ein- und -ausgabe zu optimieren, deutlich erweitert und vereinfacht. PAV kann jetzt auch für das Paging genutzt werden.

Mit der neuen Implementierung können bis zu vier I/O-Vorgänge pro Gerät parallel ausgeführt werden. In Kombination mit der kommenden Version der Storage-Host-Komponente „SHC-OSD“ ist mit BS2000/OSD V9.0 auch die lokale und entfernte Datenspiegelung und die Snap-Funktionalität von den Fujitsu-Plattensystemen „Eternus DX“ komplett in die automatische Storage-Verwaltung des BS2000 integriert.

Fujitsu startet mit der Pilotphase Ende März 2012.

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