Bessere Steuerung von Anwendereinstellungen

Fünf wichtige Verbesserungen der Group Policy in Windows Server 2012

| Redakteur: Ulrich Roderer

Besseres Management von Group Policies im neuen Windows Server 2012.
Besseres Management von Group Policies im neuen Windows Server 2012.

Die Beta-Version des Windows Server 2012 enthält über 4.560 teils neue Group Policies sowie Verbesserungen in der Handhabung der Group Policy-Infrastruktur sowie der altehrwürdigen Group Policy Management Console.

Die folgenden fünf Neuerungen sollten unbedingt bei einem Kompatibilitätstest berücksichtigt werden, um zu verstehen, wie der Windows 8 und der neue Server miteinander arbeiten.

Group Policy Update Option

Jetzt können Administratoren grafisch eine Organisationseinheit auswählen, um eine Gruppen-Policy zu erneuern. Bisher musste mit „refresh”-Kommandozeilen-Anweisungen wie gpupdate /force jede Maschine einzeln auf den neuesten Stand gesetzt werden. Damit sind Änderungen im Netzwerk direkt von der Console aus zu steuern und es entfallen längere Wartezeiten, bis der refresh im gesamten Netz greift. Allerdings ist diese Möglichkeit begrenzt auf Rechner, die in Organisationseinheiten erfasst sind. Der refresh startet einen Download sowohl der Anwender- als auch der Computer-Anteile der () für ein spezifiziertes Ziel. Diese Option erzeugt zwei Tasks auf jedem Computer in der ausgewählten Organisationseinheit. Dazu muss der Domänencontroller die Berechtigung haben, Tasks auf diesen Rechnern anzulegen. Deshalb muss die jedes Systems entsprechend konfiguriert sein.

Statusreport der Group Policy-Infrastruktur

Innerhalb der Group Policy Management Console gibt es einen neuen Reiter “Infra Status.” Darunter finden sich Informationen zum Status des sowie zur mit Sysvol für eine Domäne in Relation zur Group Policy. Damit muss der Sysvol-Status nicht mehr auf jedem einzelnen Server nachgesehen werden. Da die Replikation des Active Directory eine Schlüsselfunktion hat, um Group Policy korrekt auf eine Domäne anzuwenden, hat man damit jetzt ein sehr brauchbares Tool zur Fehlervermeidung.

Management der “Setting Sync”-Funktion mit Group Policy

In der Windows 8-Familie ist es möglich, das Anwender mit einer Windows Live ID ihre Dokumente und Einstellungen cloudbasiert synchronisieren können, ähnlich Apple’s iCloud Service. Durch die Eingabe ihrer ID erhalten sie auf unterschiedlichen Geräten sofort ihre Einstellungen und Dateien. Natürlich macht diese Möglichkeit Administratoren in Unternehmen unruhig. Der Windows Server 2012 bietet sieben neue Group Policies, um diese Funktion zu kontrollieren. Sie finden sich unter Computer Configuration > Administrative Templates > Windows Components > Settings Sync.

Neue Policies für Internet Explorer

Jetzt ist es möglich, Policy-Einstellungen für den Internet Explorer 9 direkt aus der Windows Server 2012 Group Policy Management Console heraus zu verwalten. Neue IE-Funktionen sind das Ausschalten der Passwortanzeige in Windows 8 und IE 10 im Enhanced Protected Mode (dazu muss Internet Explorer im 64-Bit Modus laufen), Schutz davor, dass ActiveX Controls im Enhanced Protected Mode in weniger sichern Umgebungen laufen sowie das Ausschalten der Windows 8-Funktion “Delete Browsing History on Settings”.

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