DockerPort für FreeBSD

FreeBSD 11 soll bald Docker unterstützen

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

Docker goes BSD
Docker goes BSD (Docker, FreeBSD)

Die Verwendbarkeit von Docker beschränkt sich bisher auf Linux. Allerdings befassen sich derzeit verschiedene Projekte damit, die beliebte Container-Plattform auch für andere Umgebungen verfügbar zu machen. Die noch in Entwicklung befindliche Portierung für FreeBSD 11 nutzt dazu die neue 64 Bit-Linux-Kompatibilitätsschicht.

Docker ist ursprünglich im PaaS-Umfeld entstanden und lässt sich bekanntlich für verschiedene Zwecke einsetzen, sei es für eine „Atomisierung“ von Updates in Form von Microservices bei auf Containertechnik basierenden Betriebssystemen oder um „portierbare Umgebungen“ oder Apps zu bauen, die sich über App-Repositorys verteilen und anderen Nutzern zugänglich machen lassen.

Allerdings funktioniert Docker bisher nur auf Basis von Linux-Hosts und es lassen sich auch nur Linux-Apps in Container verfrachten.

Senkrechtstarter mit Linux

Der Erfolg von Docker spricht für sich, konnte doch die Docker Inc., das Unternehmen hinter Docker, in den gerade mal 2 Jahren nach Initiierung des Projektes in bisher drei Finanzierungsrunden 120 Millionen US-Dollar Risikokapital einsammeln.
Zwei der derzeit wichtigsten mit Docker in Verbindung stehenden Projekte sind das Open Container Project und die Cloud Native Computing Foundation. Beider haben zum Ziel, ein weiteres Fragmentieren des Docker-Ökosystems zu verhindern.

Wal und Teufelchen


Mit der erst vor wenigen Wochen gestarteten FreeBSD-Implementierung von Docker wird es darüber hinaus in Zukunft erstmals möglich sein, Docker auf einer BSD-Plattform zu betreiben. Die Docker-Umsetzung von FreeBSD 11 basiert auf dem Dateisystem ZFS, der Container-Technologie Jails (dem BSD-Pendant zu Solaris Zones oder Linux LXC), sowie einer neuen, im vergangenen Monat erst enstandenen 64 Bit-Linux-Kompatibilitätsschicht für den BSD-Kernel.


Die FreeBSD-Ports - die Paketverwaltung von FreeBSD – enthalten neben den eigentlichen Kernel-Erweiterungen für FreeBSD 11 auch das gleichnamige Managementtool. Der Projektsstatus ist noch experimentell. Die Entwicklung selbst findet auf Basis von FreeBSD 11 statt, das im Juli nächsten Jahres erscheinen soll. Weitere Einzelheiten dazu finden sich im WIKI des Projektes.