Thema: Staffan Revemann zur Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum

erstellt am: 12.09.2017 15:07

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Diskussion zum Artikel


Ja, sind wir noch zu retten? Wir ignorieren Best Practices
Staffan Revemann zur Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum


Datacenter sind heute schon große Verbraucher elektrischer Energie, und der Bedarf steigt mit zunehmender Digitalisierung, schnell und kontinuierlich. Noch sind die Effizienzsteigerungen durch stromsparendere Anlagen und IT nicht ausgereizt, doch der Nachhaltigkeitsschub fällt zu gering aus. Wer mehr für die Umwelt und den Geldbeutel erreichen will, muss die Wärme, die die IT erzeugt, zurückgewinnen.

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Kommentar zu: Staffan Revemann zur Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum
12.09.2017 15:09

Marcel Edler hat auf Facebook dazu geschrieben: „1MW Leistung im Rechenzentrum sind 8,76 Millionen kWh im Jahr. 1,2 Millionen Euro kosten die in Deutschland. Ich glaube die Branche würde jubeln, wenn man nur 13,7 Cent pro kWh zahlen müsste. Legen Sie mal noch 50 Prozent drauf, dann kommen wir der Sache schon näher. Dann noch die Kosten für die Klimatisierung hinzu zählen, die in Schweden wegen des kälteren Klimas auch wesentlich besser sind. Man zahlt heutzutage als Kunde in einem Rechenzentrum schon gut und gerne 30 Cent netto. Habe auch schon höhere Preise gesehen...“ -

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nicht registrierter User


RE: Staffan Revemann zur Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum
13.09.2017 08:41

`Catch the Heat` genau um dieses Thema geht es auf der 360° DCLounge 27.09.-29.09.2017 am Bodensee.

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T. Püschel





dabei seit: 13.09.2017

Beiträge: 1

RE: Staffan Revemann zur Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum
13.09.2017 12:39

Das Thema Wärmerückgewinnung ist grundsätzlich nicht neu. Bereits im Jahr 2007 habe ich als Projektleiter ein RZ mit erreichten dürfen, welches über eine Regelung zur Wärmerückgewinnung von 360kW verfügte. Die Technik ist bekannt, aber die im Artikel zitierte Nachhaltigkeit über mehrere Jahre fehlt. Wir leben in einer Zeit, wo ein Return on Invest (RoI) innerhalb von 3-5 Jahren erwartet wird. Ist dieser nicht gegeben, entscheidet man sich aus wirtschaftlichen Gründen gegen eine solche Lösung. Hier ist in der Tat die Politik gefragt, denn der Klimawandel kann nicht mit einem RoI-Betrachtung von 3-5 Jahren gestoppt oder abgebremst werden. Solange Großabnehmer lediglich zwischen 9 und 13 Cent/Euro für die kWh bezahlen müssen, fehlt der emotionale und wirtschaftliche Antrieb neue Wege zu gehen oder sogar generell umzudenken. Mit freundlichen Grüßen T.Püschel

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RE: Staffan Revemann zur Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum
15.09.2017 09:37

Ich bin beeindruckt davon, dass Herr Reveman hier den Nagel vollständig auf den Kopf getroffen hat.Ich selbst habe vor einiger Zeit einmal mit einem Kraftwerksdirektor im Ruhrgebiet über die Nutzung der Abwärme seines Kohlekraftwerkes für die Fernwärme gesprochen. Er würde seine Abwärme sofort in das Fernwärmenetz seines Umkreises einspeisen, wenn der Landkreis bereit wäre die Infrastrukturkosten daür zu übernehmen. Der Kraftwerksdirektor rechnete hierfür mit Kosten von etwa € 1 Mio. pro km Rohrleitungssystem.

Wie Herr Reveman schon sagte; die Politik ist hier gefordert!

Erst diese Woche konnte ich bei einer Veranstaltung der Siemens Bulding Technologies erfahren und lernen, wohin sich die nachhaltige und effiziente Energieversorgung (Strom, Wärme, Wasser,Abwasser, Sonnenenergienutzung etc.) für Geschäfts- und Industriegebäude Im Rahmen von Industrie 4.0 und der Digitalisierung in der Gebäudetechnik hin entwickeln wird; zum Nutzen der Betreiber und der Umwelt. Die von Herrn Reveman erläuterten Konzepte finden dabei Berücksichtigung.

Ich bin einmal darauf gespannt ob nach der Bundestagswahl 2017 endlich eine RICHTIGE Energiewende in Deutschland stattfindet.

Beste Grüße
Bernd Vermeer

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RE: Staffan Revemann zur Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum
15.09.2017 18:44

was für ein grausamer Artikel!
Er hält allen Beteiligten den Spiegel vor und fordert eine intelligentere Zusammenarbeit.
Die Ansätze sind sehr interessant und gut, aber mal ehrlich:
Sie scheinen mit äußerst flinker Feder zusammengeschrieben.
Eine USV an sich, stat. o. dyn., hat lt. aller führender Hersteller 3-7% Verluste; die Abführung der Verlustleistung nicht mit eingerechnet!
Es ist äußerst unseriös von 10 - 20 % Verlusten ohne Nennung der Bewertungsgrundlagen zu sprechen.
Eine vom Autor seit ca. 25 Jahren effizienter Einsatz einer WP in Schweden für die Einleitung von Abwärme in ein Fernwärmenetz wirft dem techn. versierten sofort Fragen hoch:
WP Betrieb ist nicht kostenfrei; Nennung von Effizient o. Wirkungsgrad wären sehr hilfreich.
Fernwärme in D hat immer noch ein Temperatur Niveau von max. 135 °C aus der Historie der Dampfübertragung; welche WP wird da mithalten?
Fernwärme in Schweden; Sommer in Sweden? ok. Aber wer sichert die Abnahme in Central Europa für einen gesicherten Betrieb 24/365 h/d während der Sommerzeit?
Anfangs des Artikels wird von 12,x TW Stromverbrauch der IT in D, der Stad HH oder auch dem Produktionsäquivalent der Offshore Windkraftanlagen gesprochen; am Ende des Artikel reduziert sich das Betrachtungsfeld auf 12,x TW Verlustleistung durch....ineffiziente USV (IT)!!?? Das müßte doch Jemandem auffallen!
Wäre da nicht die Diskussion über Verbesserung des PUEs und möglicher diverser Konzepte weit seriöser und effizienter?
Schlecht recherchiert und aufreißerisch gestaltet; mehr nicht.
Schade um die verschwendete Zeit!
Th. Göllner

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staffan@reveman.com





dabei seit: 26.03.2012

Beiträge: 19

RE: Staffan Revemann zur Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum
20.09.2017 10:35

Herr Göllner, lass uns gemeinsam Installationen in Schweden anschauen. Mit Ablehnung kommen wir in Deutschland nicht weiter. staffan@reveman.com

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staffan@reveman.com





dabei seit: 26.03.2012

Beiträge: 19

RE: Staffan Revemann zur Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum
20.09.2017 10:53

@BerndVermeer; die Kosten, auch für Rohrleitungen, werden mit 40% gefördert, ich stehe gerne mit Informationen zur Verfügung. Herzlichen Dank für positive Worte.

Grüße
Staffan Reveman

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PStavirz





dabei seit: 06.04.2012

Beiträge: 16

RE: Staffan Revemann zur Wärmerückgewinnung im Rechenzentrum
21.09.2017 14:49

Grundsätzlich sollte jede Art von Energie unabhängig von Ihrer Art und Verteilung genutzt werden. Jedoch sollte eine Wärmerückgewinnung sorgfältig in den Betrieb und Management von Rechenzentren integriert werden. Insbesondere bei Speisung des Fernwärmenetzes kommen zusätzliche Anforderungen auf den Betreiber zu. Hier sollte eine Strategie zur vorrangigen Verfügbarkeit und Sicherheit des RZ gegeben sein. Bei ganzheitlicher Betrachtung der Kosten (inkl. IT und Applikation) spielen die Energiekosten nur eine untergeordnete Rolle. Weitere Umweltaspekte sollten auch Gegenstand eine Umweltstrategie des Unternehmens sein.

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