vSphere 6.5 - Virtuelle Datenträger

Festplattenformate korrekt setzen

| Autor: Thomas Joos

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Beim Erstellen einer neuen virtuellen Festplatte können Sie die Festplattenbereitstellung konfigurieren. Hier stehen die drei Optionen „Thick-Provision Lazy-Zeroed“, „Thick-Provision Eager-Zeroed“ und „Thin Provision“, beziehungsweise „schlanke Speicherzuweisung“ zur Verfügung.

Wählen Sie die Option „Thin Provision“ („schlanke Speicherzuweisung“) aus, wird der virtuellen Festplatte nur so viel Platz zur Verfügung gestellt, wie sie aktuell braucht. Benötigt die virtuelle Festplatte mehr Speicher, wird dieser nach und nach bereitgestellt. Darunter leidet natürlich die Leistung der VM, da die Dateien ständig vergrößert werden müssen.

Das Format „Thick-Provision Lazy-Zeroed“ ist das Standardformat für neue virtuelle Festplatten. Durch diese Auswahl werden die Dateien der virtuellen Festplatte automatisch auf die Größe gesetzt, die der Größe der virtuellen Festplatte entspricht. Das heißt, die Dateien der virtuellen Festplatte müssen nicht wachsen, was bessere Leistung mit sich bringt. Bei diesem Vorgang werden die einzelnen Bereiche der Festplatten zwar bereits reserviert, aber nicht mit Nullen gefüllt.

Die dritte Option „Thick-Provision Eager-Zeroed“ wird vor allem dann ausgewählt, wenn Sie die VM spiegeln wollen (Fault Tolerance, FT). Bei dieser Option werden die reservierten Bereiche der Festplatte automatisch mit Nullen gefüllt. Daher dauert auch die Erstellung dieser virtuellen Festplatte länger, als bei den beiden anderen Versionen. Diese Art der virtuellen Festplatte, benötigen Sie zum Beispiel auch für einen virtuellen Windows-Cluster.