Wayland ist da

Fedora 25

| Autor: Thomas Drilling

Fedora 25 bringt Wayland als Displaymanager (Fedora).
Fedora 25 bringt Wayland als Displaymanager (Fedora). (Fedora 25 bringt Wayland als Displaymanager (Fedora).)

Fedora, die freie SpinOff-Distribution von Red Hat hat Version 25 erreicht. Ein tieferer Blick lohnt nicht nur, weil man runde Geburtstage aus Prinzip feiert. Fedora 25 bringt viele nennenswerte und zum Teil lang erwartete Neuerungen, wie z. B. die Verwendung von Wayland als Standard-Displayserver.

Wie schon bei RHEL enthält das webbasierte Management-Modul Cockpit der Server-Version einen neuen SE-Linux Troubleshooter. Das Modul soll bei Problemen mit den meist umfangreichen SE-Linux Informationen helfen und Lösungswege aufzeigen. Ebenfalls neu in Cockpit: im Dashboard werden die SSH-Keys angezeigt, sodass Admins immer die Übersicht behalten, welche SSH-Keys sie hinzugefügt haben.

Ferner ersetzt in  Fedora 25 „UDisks2“ durch „Storaged“, weil dadurch ein einheitliches D-Bus-API zur Verfügung steht. Die Version 1.12 von Docker erlaubt in Fedora 25 nun auch Volume- und Storage-Management für die Container.

Desktop-Benefits

Für die Desktop-Variante ist erwähnenswert, dass nun Gnome 3.22 zum Einsatz kommt. Er verbessert unter anderem den Umgang mit komprimierten Dateien, bringt eine überarbeitete Startseite der Software-App und ermöglicht ein einfacheres Aufrufen von Kategorien. Ferner erlaubt der Dateimanager jetzt, mehrere Dateien auf einmal umzubenennen.

Darüber hinaus vereinfacht es der Fedora Media Writer, (Fedora-)Images z. B. auf USB-Sticks zu schreiben. Außerdem haben die Entwickler den Flatpak-Support verbessert, ein neues Paketformat für Linux-Anwendungen, das aber bisher nur für Gnome-Anwendungen funktioniert.

Das Identity-Management-Framework Free IPA wurde auf Version 4.4 angehoben und zeigt unter anderem in größeren Umgebungen die Topologien an. Die Entwickler haben aber auch die Active-Directory-Integration verbessert. So ist es jetzt möglich, sich mit Client-Zertifkaten an Web-UIs anzumelden.

Im Multimedia-Bereich ist neu, dass sich Videos mit variabler Geschwindigkeit abspielen lassen. Außerdem lassen sich mit Fedora 25 nun auch MP3-Dateien von Haus aus abspielen, einen Encoder gibt es aber nach wie vor nicht.

Neuerungen für Entwickler

Für Programmierer ist neben dem Unicode-9-Support erwähnenswert, dass Fedora 25 nun Ruby on Rails 5.0, PHP 7, Python 3.5 und 2.7 sowie Perl 5.24 unterstützt. Darüber hinaus ist auch der Haskell-Compiler GHC in Version 7.10 dabei. Ferner unterstützt Fedora 25 Node.js 6.x, einen Rust-Compiler, Go 1.7 und Erlang 19.

Weitere Neuerungen lassen sich dem Fedora Magazin entnehmen. Der Download kann über die Projektseite erfolgen.