Rechenzentrum sorgt mit 100.000 Megawattstunden für saubere Energie

Facebook baut in Dänemark ein Datacenter mit Abwärmenutzung

| Redakteur: Ulrike Ostler

Das Faceook-Datacenter im dänischen Odensee, das derzeit gebaut wird, kann genügend Wärme für rund 6.900 Haushalte bereitstellen.
Das Faceook-Datacenter im dänischen Odensee, das derzeit gebaut wird, kann genügend Wärme für rund 6.900 Haushalte bereitstellen. (Bild: Facebook)

Im dänischen Odense entsteht ein neues Facebook-Rechenzentrum. Bereits im Januar 2017 erfolgte der erste Spatenstich, im Jahr 2020 soll es in Betrieb gehen. Der Clou aber liegt im Anschluss an das örtliche Fernwärmenetz.

Wer sich über das geplante Facebook-Datacenter informieren möchte, schaut auf Facebook nach – hier finden sich unter anderem, wer die Auftragnehmer sind, die das Rechenzentrum planen und bauen. Generalunternehmer ist etwa die Mace Group.

Im Juni 2017 arbeiteten rund 300 Personen an der Baustelle, rund 60 Prozent davon stammen aus Dänemark. Von Facebook heißt es dazu: „Wir sind begeistert, dass wir einen derart hohen Prozentsatz an dänischen Arbeitskräften gewinnen konnten und dass wir insgesamt fünf Aufträge an dänische Subunternehmer vergeben konnten.

Für einen Arbeitsplatz im Rechenzentrum können sich noch Interessenten bewerben: Das Unternehmen bittet, sich immer einmal wieder auf der Facebook-Bewerbungsseite zu informieren, mit dem Zusatz: „Bei Facebook bewegen wir uns schnell.“

Zu den Vorgaben für das Rechenzentrum gehört, dass es eines der innovativsten und Energie-effizientesten überhaupt sein soll. Das gilt für die Hardware-Auswahl, für die Frischluftkühlung und die Versorgung mit Strom aus regenerativen Quellen. Ein Novum für Facebook ist die Nutzung der Server-Abwärme im Fernwärmenetz von Fjernvarme Fyn vor Ort.

Das Facebook-Rechenzentrum in Odense soll 2020 den Betrieb aufnehmen.
Das Facebook-Rechenzentrum in Odense soll 2020 den Betrieb aufnehmen. (Bild: Facebook/ ITD)

100.000 Megawattstunden pro Jahr

Ist das Rechenzentrum einmal fertiggestellt und läuft unter Volllast lassen sich 100.000 Megawattstunden Energie durch die Wärmerückgewinnung nutzen, um beispielsweise rund 6.900 Haushalte zu versorgen. „Diese Energie, die mithilfe einer neu konstruierten Wärmepumpe aus der Abwärme unserer Server gewonnen wird, ist zu 100 Prozent sauber, weil aus einer regenerierbaren Energiequelle stammend“, so Facebook.

Der Prozess, der dazu führt, die Kommune mit Fernwärme zu versorgen, starte mit einer Windturbine beziehungsweise aus mehreren davon. Diese steuerten Energie zur Versorgung des Datacenter, inklusive des Server-Betriebs, durch das bereits existente Stromnetz bei.

Diese Server sind von Facebook selbst entwickelt. In Odense aber werden sie zwar durch Frischluft gekühlt, doch die erzeugte Hitze wird über Wasserspulen abgeleitet und nach und nach weiter aufgeheizt. Die zusätzlich für die Fernwärme benötigte Hitze erzeugt eine Wärmepumpe, die ihrerseits durch grünen Strom angetrieben wird. Danach fließt das heiße Wasser durch die Fernwärmerohre der Gemeinde.

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