Von der IT-Infrastruktur in Rechenzentren bis zu neuen Marktchancen

Experton Group zu den 10 wichtigsten IT-Trends 2012+

| Autor / Redakteur: Experton Group / Ulrike Ostler

Der Cloud-Calender 2012 (http://cloudappreciationsociety.org)
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Der Cloud-Calender 2012 (http://cloudappreciationsociety.org)

Manchmal wäre es schon schön, schon feststände, was im kommenden Jahr passierte. Doch den IT-Verantwortlichen in den Unternehmen sowie der IT-Branche sagen Marktbeobachter wie die Experton Group schon traditionell, wenn sich das laufende Jahr seinem Ende nähert, was die Zukunft bringen wird: The New Client – Bring your own Device (BYOD), Cloud Computing, Enterprise 2.0, Big Data und neue Server.

Für viele kaum vorstellbar und für so manche das Horrorszenario schlechthin: Bring your own Device. Viele CIOs haben den Trend aber auch erkannt und wissen, dass er nicht verhindert werden kann. Der Nutzer bringt seine eigenen Geräte mit in das Unternehmen und nutzt diese Geräte mobil, um auf Unternehmensdaten zuzugreifen und seine Aufgaben damit effizienter zu erledigen.

Die Client-Revolution – der User macht sich selbständig

Ja, so manches Mal ist es vielleicht nicht die Effizienz, aber die persönliche Vorliebe oder das Image, aber kein IT-Leiter kann mehr den Einsatz von iPhones und iPads in der Geschäftsleitung verhindern. Also geht es um die proaktive Steuerung, Sicherheit und Compliance sowie Integration und Service.

Dabei stellt man schnell fest, dass es vielleicht gar nicht um die 100 Prozent aller PC-Nutzer im Unternehmen geht, sondern oft um kleinere Gruppen, die individuelle Lösungen und mehr Flexibilität benötigen.

Experton Group empfiehlt für 2012 eine selektive BYOD-Implementierung für eine kleine dedizierte Nutzergruppe.

... und Cloud Computing kommt doch

Cloud Computing ist 2011 auch in Deutschland angekommen. In Deutschland lag 2011 das Investitionsvolumen für Cloud-Technologien bereits bei über 670 Millionen Euro, während bei Cloud Services schon über 930 Millionen Euro umgesetzt wurden.

Die IT-Service-Provider und Großunternehmen forcieren den Aufbau eigener Cloud-Infrastrukturen und –Rechenzentren. Für 2012 wird ein starkes Wachstum von deutlich über 50 Prozent erwartet. Viele Unternehmen pilotieren Lösungen sowohl im IaaS- und PaaS-Umfeld, als auch im Anwendungsbereich mit punktuellen SaaS-Lösungen.

Experton Group empfiehlt den weiteren Ausbau der eigenen Infrastruktur in Richtung „Cloudifizierung“, also der Private Cloud mit punktuellem Anschluss an die Public Cloud, sowie die Pilotierung von SaaS-Lösungen im nicht-strategischen Anwendungsumfeld.

Soziale Netzwerke entwickeln sich zu Enterprise 2.0

Wie so oft, wenn neue Technologien erscheinen, hört man zuerst lautstark die Bedenken. Wahrscheinlich liegt es uns im Blut, dass wir immer zuerst alle Gefahren sehen und darüber die Chancen und das Positive aus den Augen verlieren. Wie ist dies mit den - über „Web 2.0“ - in die Unternehmen drängenden Sozialen Medien?

Wovor gewarnt wird ist der unkontrollierbare Abfluss von Informationen und informationelle Promiskuität. Professionelle Spionage werde ein Kinderspiel und die Sicherheit im Unternehmen durch Soziale Netze gefährdet; diese bildeten ein offenes Tor für elektronische Einbrüche.

Diese Warnungen sind zwar berechtigt. Aber wie bei jeder neuen Technologie, geht es auch hierbei um Chancen und Gefahren. Diese müssen ernst genommen und gemanagt werden. Zugleich müssen sich die Unternehmen im Zeitalter der globalen Vernetzung von der Vorstellung trennen, alles allein technisch lösen zu können.

Die Sozialen Medien im Unternehmen bringen zudem eine ganze Fülle an interessanten neuen Möglichkeiten und Verbesserungen. Interessant werden die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen Unternehmen (B2B) und zur Öffentlichkeit (B2C). Hier bieten die Sozialen Medien:

  • Einfache Integration von Partnern und Kunden
  • Verbesserte Kundenbeziehungen durch deren Einbinden, neue Kommunikationswege vom Outsourcing über Crowdsourcing (Mitmachen vieler im Netz)
  • Kundenem

pfehlungen bis zu Mitteilungen per YouTube, Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn und anderer Dienste.

Der CIO hat die Chance, durch geschicktes Verknüpfen der genannten Techniken ein Umfeld zu schaffen, das im Unternehmen die wirtschaftliche Wertschöpfung steigert und die Zusammenarbeit unter Mitarbeitern und mit Kunden auf ein neues Niveau hebt. Da viel Technik heute plattformunabhängig ist und auf allen möglichen Endgeräten laufen, wird die Vision vom „jederzeit und allerorts“ leicht Wirklichkeit.

In 2012 können sich hier „Early Adopters“ von der breiten Masse differenzieren und Wettbewerbsvorteile schaffen. Grundsätzlich sollen und müssen aber alle Unternehmen eine klare Strategie im Umgang mit den Sozialen Medien erarbeiten.

weiter mit: Neue IT-Technik und -Strategien

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