Orchestrierung von VMs, Containern und Bare Metal per OpenStack und Kubernetes

Ende für Mirantis OpenStack - Mirantis Cloud Platform ist da

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mirantis verabschiedet sich von „Mirantis OpenStack“ und baut stattdessen „Mirantis Cloud Platform“ = OpenStack plus Kubernetes
Mirantis verabschiedet sich von „Mirantis OpenStack“ und baut stattdessen „Mirantis Cloud Platform“ = OpenStack plus Kubernetes (Bild: Mirantis)

Wenn das ´mal keine Signalwirkung hat: Die „Cloud Platform 1.0“ von Mirantis ist eine „Kubernetes“-Distribution und zugleich ein Update von „Mirantis OpenStack“. Damit sollen Anwender sowohl Bare-Metal-Installationen als auch virtuelle Maschinen und Container verwalten können. Also: „Mirantis OpenStack” und „Fuel“ sterben. Im September 2019 endet der Support. Ein Migrationspfad wird erstellt.

Sowohl Kubernetes als auch OpenStack ist OpenSource. Mirantis macht nun daraus ein integriertes Paket mit kommerziellem Support, das dem Grundsatz gehorchen soll: „build-operate-transfer“.

Boris Renski, Mitgründer und Chief Marketing Office bei Mirantis, erläutert: „Heute definieren Public Clouds die Konsummuster für jegliche IT-Infrastruktur – alles ist definiert und getrieben durch Application Programming Interfaces (APIs), gemanaged und in einem ununterbrochenden Strom erneuerbar und per Definition verteilt.“ Mirantis OpenStack nutze „Fuel“ als Installer, was derzeit zwar die einfachste Art sei, OpenStack auszurollen, allerdings zugleich bedeute, dass jedes Update praktisch eine neue, generalüberholte Version darstelle.

Nun verabschiede sich die Mirantis Cloud Plattform von dieser traditionellen Art der Installer-zentrierten Architektur und wende sich einer betriebszentrierten (operations-centric) zu, die es erlaube, ständig, ohne Unterbrechungen oder Downtimes entweder durch Mirantis oder von den DevOps-Teams in den Anwenderunternehmen aktuell zur Verfügung zu stehen. Seien bislang alle sechs bis zwölf Monate Updates erfolgt, werde es nun kleine, inkrementelle Verbesserungen geben, vermutlich wöchentlich.

Alles werden es so machen, sonst sind sie weg vom Fenster

„In den kommenden fünf bis zehn Jahren werden alle Software-Lieferanten einen Weg finden, wie sie ein solches Liefermodell adaptieren können, oder sie verschwinden vom Markt“, prognostiziert Renski.

Mit dem Launch der Mirantis Cloud Platform (MCP) 1.0, führt Mirantis ein neues Bereitstellungsmodell ein. Es soll keine Subskriptionen geben. Mirantis will stattdessen für den jeweiligen Kunden zeitlich begrenzt eine offene Cloud-Plattform betreiben. Die Rede ist von mindestens zwölf Monaten. Diese soll per Service Level Agreement (SLA) eine Zuverlässigkeit von 99,99 Prozent garantieren, um, wie es der Anbieter sagt, die Kundenteams vom IT-Betrieb zu entlasten. Zudem erlaube diese Form der Bereitstellung, dass nicht nur die Software korrekt arbeite, sondern auch das DevOps-Team stets mit den Best-Practices vertraut sei.

Doch sollen die Anwender nicht ihre Seele verkaufen. Vielmehr bleibe die Option bestehen, die gesamte MCP-Infrastruktur in die Eigenregie zu übernehmen. Das sei möglich, weil die Plattform komplett auf offenen Standards basiere, was ein Lock-in verhindere. Die Anwender könnten sich gar komplett von Mirantis verabschieden, wenn ihnen es sympathischer sei, die Plattform unabhängig vom Anbieter zu betreiben.

Mirantis Cloud Platform im Überblick

Hier noch einmal ein Überblick über die Schlüsselfunktionen von Mirantis Cloud Platform 1.0, über die sich sowohl Container-, VM- und Bare-Matel-Compute-Umgebungen orchestrieren lassen:

  • Mirantis OpenStack umfasst nun auch Kubernetes für die Container-Orchestrierung.
  • Der Stack wird nun ergänzt um Software Defined Networking (SDN), speziell durch „Mirantis OpenContrail” für VMs sowie Bare Metal und „Calico“ für Container
  • Unterstützung für “Ceph”, Open-Source-Software für Software Defined Storage und gebräuchlich in Kubernetes- sowie OpenStack-Umgebungen.
  • Lifecycle-Management mit „Mirantis DriveTrain” für DevOps-Teams. Das Tool soll ein kontinuierliches Integrieren und Testen und Ausliefern ermöglichen unter Berücksichtigung einer definierten CI/CD-Pipeline (CI = Continuous Integration, CD = Continuous Deployment).
  • Das wiederum kann an Tag eins der Einführung sowohl eine größere Flexibilität bei der Anpassung von Refernzarchitekturen bedeuten, als auch bei der Konfiguration der Erstinstallation. Ab dem zweiten Tag bringe das Tool Verbessungen und Vereinfachungen mit sich, was die Konfigurationen nach dem Ausrollen angehe, aber auch beim Umsetzen von funktionalen Änderungen und solchen in der Architektur.
  • Virtualisierte „Control Planes“, etwa ein Master-Image, wird durch eine automatisierte Pipeline mit Updates versorgt.
  • „StackLight” kann über ein Set an Softwareservices und Dashboards zum Einhalten von Compliance-Regeln verhelfen; denn das Tool ermöglicht ein ständiges Monitoring und die Überprüfung der Verfügbarkeits-SLAs. Auch StackLight ist Open Source

Hinweis:

Am 26. April gibt es ein Webinar zu Mirantis Cloud Platform 1.0.

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