Workshop Virtualbox 4, Teil 2: von Windows bis Linux

Einrichten von Betriebsystemen in der offenen ESXi-Alternative

15.03.2011 | Autor / Redakteur: Götz Güttich / Ulrike Ostler

Eleganz im Arbeiten mit Virtualbox: Erst einmal die virtuelle Maschine einrichten, dann das Betriebssystem und danach konfigurieren.

Mit „Virtualbox 4“, ursprünglich entwickelt von Sun Microsystems, bekommen Anwender eine kostenlose Möglichkeit zum Virtualisieren an die Hand. In der nachfolgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung stellt sich das Tool als Alternative zu „ESXi“ von VMware dar. Der zweite Teil des Workshop beginnt mit der Installation eines Windows-Betriebssystems.

Ist die virtuelle Machine (VM), wie in Teil 1 des Workshop gezeigt, angelegt, lässt sie sich durch einen Klick auf das „Starten“-Icon in Betrieb nehmen. Beim ersten Aufruf einer neu definierten virtuellen Maschine kommt der Startassistent hoch, der wissen möchte, von welchem Installationsmedium aus das Betriebssystem in die VM eingespielt werden soll.

Hier stehen entweder die vorhandenen CD- und DVD-Laufwerke oder aber ISO-Images zur Verfügung. Nachdem angegeben wurde, wo sich das Installationsmedium findet, startet die VM endgültig und Windows lässt sich wie gewohnt in der virtuellen Umgebung aufsetzen.

Sobald die Installation abgeschlossen ist, sollte über den Befehl „Geräte / Gasterweiterungen installieren“ die Virtualbox-Gasterweiterungen in der VM eingespielt werden. Diese sorgen für eine bessere Leistung der „Guests“ und eine einfachere Bedienung, beispielsweise durch eine automatische Anpassung der Bildschirmauflösung des Gast-Systems an die Fenstergröße oder durch eine nahtlose Übergabe des Mauszeigers vom Host an den Gast und umgekehrt.

Nach dem Aufruf des obengenannten Befehls startet die Installation der Gasterweiterungen unter Windows quasi automatisch. Sobald sie abgeschlossen wurde, steht das Gastbetriebssystem für die alltägliche Arbeit zur Verfügung. Die Gasterweiterungen existieren übrigens für die Betriebssysteme Windows NT und neuere Microsoft-Betriebssysteme, Linux, Solaris und OS/2.

Der Funktionsüberblck von Virtualbox

Im Wesentlichen arbeitet die Virtualisierungslösung mit zwei unterschiedlichen Fenstern: zum einem mit dem „Virtualbox Manager“, der schon zum Anlegen der VM verwendet wurde, zum anderen mit dem Konsolenfenster der jeweiligen virtuellen Maschine.

Im Management-Window haben Anwender unter „Datei“ im Manager für virtuelle Medien die Möglichkeit, virtuelle Festplatten, DCs, DVDs und Diskettenabbilder mit VMs zu verknüpfen, zu entfernen und ähnliches. Darüber hinaus haben sie auch die Option, Appliances im Open Virtualization Format (OVF) zu im- und exportieren und diverse globale Einstellungen vorzunehmen.

Unter den globalen Einstellungen finden sich neben Konfigurationsoptionen für virtuelle Netzwerke unter anderem der Pfad zu den VMs und die Definition der Host-Taste. Mit letzterer können die Anwender beispielsweise den Input – wie den Mauszeiger – aus einer virtuellen Maschine lösen und wieder an den Host übergeben.

weiter mit: Die Host-Taste und ihre Übertragung

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