Auslagern, aber richtig!

Ein Zehn-Punkte-Leitfaden für Co-Location

13.05.2011 | Autor / Redakteur: Dieter Kettermann / Ulrike Ostler

Co-Location braucht sorgfältige Planung.

Co-Location, die Auslagerung der Unternehmens-IT in ein externes Rechenzentrum, kann mit der Auswahl des richtigen Partners sowie einem umfassenden Sicherheitskonzept echte Chancen für Unternehmen darstellen. Hochverfügbarkeit, höhere Datenübertragungsrate, Erweiterungskapazitäten – all dies spricht für Co-Location. Einem Zehn-Punkte-Leitfaden zeigt auf, worauf bei Co-Location zu achten ist.

1. Auswahl des richtigen Partners

Wer seine Server oder seine gesamte Unternehmens-IT in fremde Hände geben möchte, sollte bei der Auswahl eines Partners nicht nur auf Preise blicken, sondern auch auf Vertrauen und Erfahrung setzen. Eine umfassende und zunächst kostenfreie Beratung sowie die Erarbeitung individueller Lösungen sollten die gewünschten Leistungen ergänzen und der Realisierung eines Projektes auf jeden Fall vorausgehen.

2. Der richtige Ort

Zudem stellt sich auch die Frage nach dem Standort: Bei der Auswahl des Anbieters sollte nicht nur auf den gefahrenlosen Standort mit geringer Naturkatastrophen-Wahrscheinlichkeit geachtet werden, auch die schnelle Erreichbarkeit durch eine gute Anbindung an die Verkehrsinfrastruktur sollte gegeben sein.

3. Netzanbindung und Carrier-Neutralität

Wenn ein Unternehmen eine Anbindung und Vernetzung seiner Standorte bundesweit oder gar international gewährleisten muss, ist häufig eine Kooperation mit verschiedenen Carriern erforderlich. Bei der Auswahl des RZ-Dienstleisters sollte demnach darauf geachtet werden, dass Netzkopplungen mit zahlreichen Carriern gegeben sind, so dass jederzeit die Möglichkeit besteht, weltweite Verbindungen von oder auf die Co-Location-Fläche des Unternehmens innerhalb des RZ zu realisieren (siehe: Abbildung 1).

4. Server sicher aufbewahrt

Damit die Auslagerung der Unternehmens-IT sicher ist, fangen die Vorkehrungen bereits beim Bau des Rechenzentrums an. Brand-, Wasser- und Einbruchschutz sowie eine Video-Überwachung mit Infrarot-Kameras sind nur erste Vorkehrungen (siehe: Abbildung 2).

Hinzu kommt eine Klimatisierung der Rechenzentren sowie Notfallpläne für den Fall eines Stromausfalls. Separate Brandabschnitte, Brandschutzklappen, eine zentrale Löschanlage, Störmelde- und ein Zutrittskontrollsysteme sowie ein zusätzlicher Sicherheitsdienst sollten das Sicherheitskonzept ergänzen.

5. Daten sicher ausgelagert

Nur, wenn die größtmögliche Sicherheit für Unternehmensdaten gewährleistet ist, sollte Co-Location genutzt werden. Damit sich Unternehmen der Verwahrung ihrer Daten sicher sein können, müssen RZ-Dienstleister verschiedene Konzepte anbieten können.

Hierzu gehört, dass die ganze Rechenzentrumsinfrastruktur redundant aufgebaut ist und über ausreichend Reservekapazitäten verfügt, damit selbst bei einem Ausfall einer Komponente der störungsfreie Betrieb und sichere Datenaustausch gewährleistet sind. Die auf den Systemen verfügbaren Daten werden in der Regel von Unternehmen selbst gesichert.

Für die Datensicherung bieten die meisten RZ-Anbieter jedoch auch Lösungsmodelle wie ein Online-Backup an. Es lohnt sich, diese Dienstleistungen näher zu betrachten, da wieder eine Aufgabe mehr abgegeben und somit Arbeit gespart werden kann.

weiter mit: Auf Energie-Effizienz achten

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