Fedora 23 ist da

Ein Füllhorn an Neuerungen

| Autor: Thomas Drilling

Fedora 23 ab sofort verfügbar.
Fedora 23 ab sofort verfügbar. (Fedora)

XDG-Apps, Firmware über die Softwarezentrale aktualisieren, Gnome mit Google-Drive-Support und Verbesserungen bei der Wayland-Unterstützung sind die wichtigsten Neuerungen der 23. Version der von Red Hat gesponsorten Fedora-Linux-Distribution.

Seit gestern steht Fedora 23 in den Flavours Server, Desktop und Cloud, sowie in verschiedenen Spins für KDE; Xfce usw. zum Herunterladen zur Verfügung.

Wie üblich bringt Fedora eine Fülle von Neuerungen mit. Der freie RHEL-Wegbereiter ist bekannt für die zeitnahe Integration aktuellster Technologien und neuster Pakete. So bringen sowohl die Desktop-Variante, die traditionell auf den Gnome-Desktop setzt, wie auch die Server-Version viele Änderungen für Nutzer mit.

Der Großteil der Neuerungen der Desktop-Version geht allerdings auf das Konto der neusten Gnome-Version 3.18, die unter anderem Google-Drive im Dateimanager unterstützt und die Möglichkeit bietet, Firmware direkt über die Softwarezentrale zu aktualisieren.

Support für XDG-App in Fedora Desktop

Ferner enthält Fedora 23 das Gnome-Projekt XDG-App als Technologievorschau. Die Gnome-Entwickler arbeiten mit XDG-App seit Anfang 2015 an einer neuen Technik, die es künftig erlauben soll, Desktop-Anwendungen unter Linux in einer Art Sandbox auszuführen und diese auch „gebündelt“ ausrollen zu können.

Das Ziel des Projektes besteht laut Projektleiter Christian Schaller darin, einen neuen Standard zu etablieren, der es erlaubt, auf dieser Art gebündelte Desktop-Anwendungen genauso einfach übergreifend verwenden zu können, wie es mit Docker für Server-Anwendungen möglich ist. Die Technik basiert unter anderem auf LXC.

Wayland

Außerdem haben die Fedora-Entwickler den Wayland-Support deutlich erweitert, auch wenn Wayland erst in Fedora 24 zum Default-Display-Server mutieren soll.

Auf den neusten Stand ist auch LibreOffice in der aktuellste Generation 5. LibreOffice 5 bringt z. B eine Stylevorschau im Sidebar und kann Bilder direkt in Dokumenten beschneiden. Ferner wurde der Support für Microsoft Office-Dateiendeutlich erweitert.

Fedora Server

Eine der wichtigste Verbesserungen der Server-Version besteht in der verbesserten Administration mithilfe von Rolekit. Neben den beiden Bestehenden gibt es jetzt eine weitere Rolle für den Einsatz als Cache-Server für Web-Anwendungen.

Verbesserungen haben die Entwickler auch am Admin Interface Cockpit vorgenommen, etwa in Form der Unterstützung für SSH-Key-Authentifizierung. Darüber hinaus gibt es jetzt ein einfaches Cluster-Dashboard für Kubernetes. Die wichtigste Neuerung der Cloud-Variante dürfte die Aktualisierung auf Docker 1.8 sein.

Allen Flavours …

… gleichermaßen gemein ist eine veränderte Basis-Softwareausstattung. So haben die Entwickler aus Gründen der Sicherheit die Unterstützung für SSL3 und RC4 entfernt, weil Beide durch grundlegende Schwachstellen negativ aufgefallen waren. Zudem unterstützt Fedora 23 jetzt systemweit Unicode 8. Die freie .Net-Implementation Mono wurde mit Version 4 zudem auf den aktuellsten Stand gebracht.

Sämtliche Neuerungen im Detail lassen sich wie üblich den Release Notes entnehmen.