Server 2012 R2

Domänencontroller können Sie mit Windows Server 2012 R2 optimal virtualisieren

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Thomas Joos

Domänencontroller können Sie mit Windows Server 2012 R2 optimal virtualisieren
Domänencontroller können Sie mit Windows Server 2012 R2 optimal virtualisieren (Thomas Joos)

Mit Windows Server 2012 R2 haben Sie auch die Möglichkeit Ihre Domänencontroller optimal zu virtualisieren. Dazu installieren Sie einen neuen virtuellen Server und stufen diesen zu einem Domänencontroller herauf. Vor der Heraufstufung müssen Sie aber auf einiges achten.

Im Gegensatz zu anderen virtuellen Servern, sollten Sie beim Betrieb  von virtuellen Domänencontrollern aber einiges beachten. Zunächst sollten Sie die Virtualisierung auf Basis von Hyper-V 2012 R2 vornehmen. Kostenlos geht das zum Beispiel mit Microsoft Hyper-V Server 2012 R2.

Kompatibilität zur Virtualisierung sicherstellen

Die Virtualisierungslösung muss die Virtualisierung unterstützen, auch die so genannte VM-Generation ID. Aktuell ist das vor allem Windows Server 2012/2012 R2, aber auch VMware vSphere ab Version 5.0 Update 2. Wollen Sie mit anderen Lösungen virtualisieren, überprüfen Sie, ob die Generation-ID unterstützt.

Ob die von Ihnen eingesetzte Virtualisierungslösung die neue VM-Generation ID unterstützt, erkennen Sie im Geräte-Manager eines virtualisierten Servers mit Windows Server 2012 R2. Bei den Systemgeräten muss der Treiber Microsoft Hyper-V-Generierungszähler (Microsoft Hyper-V Generation Counter) mit der Treiberdatei vmgencounter.sys existieren.

Seit Windows Server 2012 R2 stellen Snapshots und geklonte Domänencontroller keine Gefahr mehr für das komplette Active Directory dar, auch wenn hier noch Optimierungsbedarf besteht, die Microsoft erst mit Windows Server 2016 integriert.

Achtung bei der Planung von virtuellen Servern

Windows Server 2012 R2 unterstützt die Verwendung von dynamischen Arbeitsspeichers bei der Virtualisierung. Weisen Sie für häufig verwendete Domänencontroller aber besser festen Arbeitsspeicher zu.

Virtualisieren Sie Domänencontroller, müssen Sie bei der Zeitsynchronisierung in der entsprechenden Virtualisierungslösung eventuell ebenfalls Konfigurationen vornehmen. Auf jedem virtuellen Server installiert Hyper-V automatisch die Integrationsdienste. Rufen Sie dazu die Einstellungen des virtuellen Servers auf, den Sie zum Domänencontroller heraufstufen wollen und klicken Sie auf Integrationsdienste. Für virtuelle Domänencontroller sollten Sie die Zeitsynchronisierung deaktivieren, da durch die Zeitsynchronisierung Inkonsistenzen auftreten können. Da die Server Mitglied und sogar Domänencontroller einer Domäne sind, synchronisieren diese die Zeit mit dem Domänencontroller mit der PDC-Masterrolle. Auf diesem sollten Sie die Zeitsynchronisierung besser über das Internet durchführen.

Startverhalten von virtuellen Domänencontrollern festlegen

In den Einstellungen von virtuellen Maschinen legen Sie fest, wie sich der virtuelle Server beim automatischen Starten oder Stoppen des Hyper-V-Hosts verhalten soll.

Microsoft empfiehlt in Hyper-V als Einstellung für Automatische Stoppaktion die Option Gastbetriebssystem herunterfahren. Die Speicherung des Zustandes empfiehlt Microsoft nicht, da dadurch die Synchronisierung der Server gestört wird. Das Herunterfahren ist die optimalste Einstellung, wenn der Host neu gestartet werden muss.

Als automatische Startaktion empfiehlt Microsoft entweder keine Aktion, oder die Einstellung, dass der Server neu starten soll, wenn er beim Herunterfahren gestartet war.