Docker sammelt weitere 95 Millionen US-Dollar Risikokapital ein

Docker Inc. schliesst vierte Finanzierungsrunde ab

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

Drillings Open-Source-Eck
Drillings Open-Source-Eck (Bild: Thomas Drilling)

Docker Inc., das Unternehmen hinter Docker, hat im Rahmen dieser D-Runde weitere 95 Millionen US-Dollar Wagniskapital erhalten, womit sich der seit Gründung in Docker geflossene Kapitalstock auf nunmehr 150 Millionen US-Dollar erhöht.

Laut einem Post im Docker-Blog hat Docker weitere 95 Millionen US-Dollar Risiko-Kapital erhalten, das diesmal von den  Risikokapitalgebern Insight Venture Partners, Coatue, Goldman Sachs, Northern Trust, Benchmark, Greylock Partners, Sequoia Capital, Trinity Ventures und Jerry Yang's AME Cloud Ventures stammt.

Golub über Geld und Ziele

Nach Aussagen von  CEO Ben Golub  brauche die  Docker Inc. derzeit kein Kapital für konkrete Projekte, zumal man die 12 Millionen US-Dollar aus der B-Runde noch gar nicht ausgegeben habe. Seit dem Abschluss der C-Runde im September letzten Jahres sei es unvermeidlich, das sich die  öffentliche Diskussionen auf das Timing, den Kapitalanstieg insgesamt und den Wert dieser Runde konzentriere. Docker sei aber mit derzeit rund 120 Vollzeitbeschäftigten immer noch ein relativ kleines Unternehmen, das sein Kapital mit Bedacht einsetze. Trotzdem trage die jetzt abgeschlossene Runde dazu bei, dass das Unternehmen in Anbetracht der rasanten Entwicklung von Docker jederzeit in der Lage sei, schnell expandieren zu können.

Docker wächst und gedeiht

Seit Abschluss der C-Runde sei laut Golub auch viel passiert. So sei die Anzahl der Docker Contributors auf 1200 angewachsen und die Anzahl verfügbarer „dockerisierter“ Applikationen auf Docker Hub belaufe sich auf über 100.000.  Ferner werde die Anzahl an Entwicklern, die Docker einsetzen inzwischen auf 3 bis 4 Millionen geschätzt. Die Anzahl an Downloads von Docker selbst liege inzwischen bei über 300 Millionen, während über 10.000 Unternehmen, Organisationen und Projekte das öffentliche Docker-Hub-Repository nutzten.  

Erst im Dezember 2014 letzten Jahres hatte Docker einen Betatest seines Docker Hub Enterprise (DHE) angekündigt, bei dem sich laut Golub schon am ersten Tag über 100 Unternehmen um die Teilnahme bewarben. DHE ermöglicht Unternehmen, das Docker Hub Repository im eigenen Rechenzentrum, statt in der öffentlichen Docker-Cloud zu betreiben.

Konkurrenz zu Datacenter-Virtualisierung?

Golub sieht zudem in konventioneller Virtualisierungssoftware keine Konkurrenz zu Docker. Vielmehr können man sich sogar gut ergänzen, etwa wenn Unternehmen mit sehr hohem Sicherheitsanspruch Docker-Container in einer VM laufen ließen. Golub wörtlich „Uns ist es egal, ob Docker direkt auf der Hardware, in einem Hypervisor oder in einer privaten oder öffentlichen Cloud läuft. Wir  bieten Unternehmen die Freiheit, die Infrastruktur zu nutzen, die sie benötigen.“

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