Stimmungsbarometer zur Virtualisierung mit Oracle

DOAG-Umfrage zeigt: Für Oracle-Kunden ist VMware die Nr. 1

| Autor / Redakteur: DOAG / Ulrike Ostler

Für VMware stehen die Aussichten auf "beständig die Nr. 1", auch unter den deutschen Oracle-Kunden.
Für VMware stehen die Aussichten auf "beständig die Nr. 1", auch unter den deutschen Oracle-Kunden. (Bild: R. B. / Pixelio.de)

Die Deutsche Oracle Anwendergruppe (DOAG) hat 212 Personen in einer Online-Umfrage zum Thema Virtualisierung befragt. Das entstandene Schlaglicht – 62 Prozent der Unternehmen setzen VMware ESX Server ein, Oracle VM für x86 kommt auf 22 Prozent – veröffentlicht die Vereinigung nun ein einem „Stimmungsbarometer“.

Laut einer Studie von IDC stagniert die Zahl der weltweit installierten physischen Server seit 2008 bei rund 30 Millionen. Nicht so die virtualisierten Server: Indiesem Jahr soll es mehr als 80 Millionen davon gegen. Auch die Desktop- und Client-Virtualisierung setzt sich fort.

Auch unter den Oracle-Anwendern stehen die Potenziale zur Kosteneinsparung ganz vorne auf der Liste der damit verbundenen Erwartungen. Denn die meisten Unternehmen erwarten direkte Einsparungen bei den Hard- und Softwarekosten.

So nennen 83 Prozent der Befragten als Grund für die Virtualisierung die Ressourceneinsparungen bei Hardware-Produkten (Storage, Server…). 80 Prozent schätzen die bessere Systemauslastung, während 70 Prozent der Befragten außerdem die damit verbundenen Kosteneinsparungen, etwa bei der Lizenzierung oder Administration der Systeme, als möglichen Vorteil nennen.

Gründe für die Virtualisierung

Mit der Virtuualisierung steigen Flexibilität und Agilität von IT-Systemen. Sie ermöglicht etwa ein viel schnelleres Deployment. So ist die Bereitstellung von Maschinen für Test- und Entwicklungsumgebungen keine große Sache mehr: Für Performance-Tests klont man eben schnell den Test-Server.

Gekoppelt mit den Vorteilen bei der Administration können Virtualisierungstechniken auch in puncto Ausfallsicherheit und Hochverfügbarkeit punkten: Neben schnelleren Backup/Recovery schätzen die Umfrageteilnehmer die Möglichkeit, kostengünstig Hochverfügbarkeitslösungen aufzusetzen.

So nimmt es nicht Wunder, dass viele Befragte den Einsatz von Virtualisierungstechnik in ihren Unternehmen bereits bestätigen können. Bei 89 Prozent der Befragten ist bereits Virtualisierungstechnik im Einsatz, weitere 6 Prozent sind in der Planungsphase. 67 Prozent der Befragten erachten Virtualisierung als sehr wichtig für ihr Unternehmen, weitere 25 Prozent zumindest als wichtig.

Virtual Box oder Workstation?

Wenig überraschend bestätigt die DOAG-Umfrage, dass die Server-Virtualisierung weiter fortgeschritten ist als die Desktop-Variante. Bei Letzterem liegt das Produkt „VMware Workstation“ mit 36 Prozent vorn. 34 Prozent der Oracle-Kunden nutzen „Oracle VM Virtual Box“.

Unter den Teilnehmern Umfrage liegt mit 62 Prozent bei den Server-Virtualisierungsprodukten VMware ESX Server in der Gunst vorne. Oracle VM für x86 setzen 22 Prozent der Befragten ein und „Oracle VM Sparc“ 3 Prozent der Umfrageteilnehmer.

Die Ergebnisse gehen konform mit dem im Juni veröffentlichten „Magic Quadrant“ für x86 Server-Virtualisierungs-Infrastruktur von Gartner, in dem Oracle VM als Challenger genannt wird. Die DOAG macht darauf aufmerksam, dass laut Gartner die Stärke von Oracle VM zugleich die größte Schwäche sei: Oracle VM sei für einen Einsatz mit weiteren Oracle-Produkten in einem kompletten Stack konzipiert.

Anwender wollen VMware-Integration, keinen kompletten Oracle-Stack

Der Hersteller konzentriere sich zu sehr auf eine „Oracle-only“-Strategie. Es sei auch der Grund, weshalb die allgemeine Akzeptanz sehr langsam wachse, obwohl Oracle Anteile innerhalb seines Kundenkreises gewinne.

Doch – laut DOAG „wider Erwarten“ –hat offenbar das Zusammenspiel der einzelnen Oracle-Applikationen und -Komponenten innerhalb einer IT-Landschaft für die Teilnehmer der DOAG-Umfrage keine Priorität. Zwar erachten 28 Prozent der Befragten den Betrieb von Oracle in einem kompletten Stack als wichtig bis sehr wichtig. Aber für denselben Anteil an Befragten, 28 Prozent, hat das kaum eine Relevanz, für 41 Prozent ist es sogar unwichtig bis vollkommen unwichtig.

Ganz anders sieht das für die Kombination von Oracle und VMware aus. 71 Prozent der Beteiligten wünschen sich eine Änderung der Lizenzpolitik im Zusammenhang VMware und 56 Prozent erwarten eine bessere Unterstützung von VMware unter Oracle.

Chancen für OVM

Nutzer von Oracle VM nutzen zu 21 Prozent das Produkt in der Version 2 oder 3. Knapp die Hälfte, 48 Prozent, ist mit dem Produkt zufrieden bis sehr zufrieden. 43 Prozent aber zeigen sich unzufrieden bis sehr unzufrieden.

Laut DOAG wünschen sich 26 Prozent der OVM-Nutzer eine schnellere Weiterentwicklung des Produktes eine allgemein bessere Qualität. Sie vermissen eine commandline-Interface und wünschen sich bessere Support-Leistungen in Bezug auf Oracle VM. 7 Prozent der Befragten planen den Einsatz von Oracle VM in naher Zukunft.

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